Drogenhandel in Innerschwyz aufgedeckt

Im Kanton Schwyz haben mehrere Teilnehmer des Methadonprogramms über Jahre hinweg mit Drogen gedealt – sogar die medizinische Ersatzdroge wurde verscherbelt. Teilweise liessen sie sich nicht mit Geld, sondern mit «sexuellen Dienstleistungen» bezahlen.

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(Symbolbild Keystone)

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In aufwändigen Untersuchungsverfahren kam die Polizei sieben Männern im Alter zwischen 24 und 48 Jahren auf die Spur, wie es einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Es handelt sich dabei um vier Schweizer und drei ausländische Staatsangehörige. Die Untersuchungen gestalteten sich aufwändig. Auf Anordnung des Verhöramtes wurden zwölf Hausdurchsuchungen durchgeführt, wobei Betäubungs- und Streckmittel sowie Utensilien für den Betäubungsmittelhandel sichergestellt werden konnten. Insgesamt führten die Polizei und die Untersuchungsbehörden mehr als 100 Befragungen durch.

Die vier Schweizer und drei ausländischen Staatsangehörigen werden beschuldigt, von 2001 bis 2006 vorwiegend in beim Bahnhof Goldau, beim Bahnhof Brunnen, Küssnacht und Schwyz sowie in dortigen Privatwohnungen mit mehreren Kilogramm Betäubungsmitteln gedealt zu haben. Mehrere der Beschuldigten hätten jahrelang am Methadonprogramm teilgenommen und dennoch Heroin und/oder Kokain konsumiert. Mit einem Teil des ärztlich vorgeschriebenen Methadons hätten sie gehandelt.

Zudem sei ein Teil der bezogenen Betäubungsmittel nicht mit Geld, sondern mit sexuellen Dienstleistungen bezahlt worden. Die Untersuchungsverfahren gegen fünf Personen sind abgeschlossen. Es konnte ihnen der Handel mit mehreren Kilogramm Heroin sowie Kokain nachgewiesen werden. Die zum Teil selber drogenabhängigen Betäubungsmitteldealer finanzierten sich mit dem Handel von Heroin und Kokain teilweise ihren Eigenkonsum. In einem Fall wurde sogar der gesamte Lebensunterhalt finanziert. Zwei dieser Strafverfahren wurden mittels rechtskräftiger gerichtlicher Verurteilung abgeschlossen.

ap/scd