EDLIBACH: Schweizer Bischöfe feiern im Juni in Einsiedeln

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und die Inländische Mission (IM) feiern heuer ihr 150-Jahr-Jubiläum. Am 2. Juni kommen deshalb Katholiken aus der ganzen Schweiz zur gemeinsamen Jubiläumsfeier in Einsiedeln zusammen.

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Die Klosterkirche in Einsiedeln. (Bild: Archiv Erhard Gick / Neue SZ)

Die Klosterkirche in Einsiedeln. (Bild: Archiv Erhard Gick / Neue SZ)

An ihrer 299. ordentlichen Versammlung vom 4. bis 6. März in Bad Schönbrunn bei Edlibach im Kanton Zug haben die Bischöfe nicht nur die «Pille danach» für vergewaltigte Frauen besprochen (eine Stellungsnahme liegt noch nicht vor), sondern auch den Stand der Vorbereitungen für das grosse Fest besprochen. Die Versammlung fand zum ersten Mal unter der Leitung des neuen Präsidenten, Bischof Markus Büchel, statt.

Wie dem Communiqué der SBK vom Donnerstag zu entnehmen ist, soll am 2. Juni nach der Festmesse mit den Schweizer Bischöfen eine weltliche Feier mit verschiedenen Programmteilen folgen. Eine Besonderheit sei dabei die musikalische Mitwirkung von 150 Stimmen aus Jugend- und Kinderchören der ganzen Schweiz.

Gebet für bevorstehende Papstwahl

Abgesehen davon waren die Diskussionen an der 299. SBK- Versammlung geprägt von der aktuellen Sedisvakanz in Rom. In einer Ansprache würdigte Präsident Büchel den abgetretenen Papst Benedikt XVI. Die Bischöfe und Territorialäbte eröffneten die Versammlung mit einem Gebet zum Heiligen Geist, verbunden mit der Bitte um eine gute Wahl des neuen Papstes.

Sie riefen alle Gläubigen in der Schweiz auf, sich dem Gebet anzuschliessen. Als Zeichen der Verbundenheit mit dem Nachfolger auf dem Stuhl Petri ordneten die Bischöfe an, unmittelbar nach Bekanntgabe des neuen Papstes allerorts die Kirchenglocken läuten zu lassen. In Rom gehen Beobachter derweil davon aus, dass das Konklave zur Papstwahl durch die Kardinäle bereits am kommenden Montag beginnen könnte.

Pfarrei-Initiative beschäftigt die Bischöfe

Die Bischöfe von Basel, Chur und St. Gallen orientierten die Mitglieder der SBK des weiteren über den Stand ihrer Gespräche und Kontakte mit den Unterzeichnern der Pfarrei-Initiative. Die Bestrebungen zur Klärung von Fragen und Schwierigkeiten, welche die Initiative zum Ausdruck bringe, würden in den drei besagten Bistümern vorangetrieben.

Es sei das Ziel der Schweizer Bischöfe, gemeinsam mit den unterzeichnenden Seelsorgenden bestehende Widersprüche zwischen der Seelsorgepraxis in bestimmten Gemeinden und den Weisungen der Bischöfe aufzulösen.

Die Pfarrei-Initiative wurde im vergangenen Herbst von über 90 katholischen Seelsorgern ins Leben gerufen. Bis Mitte Januar unterzeichneten fast 500 Seelsorger vorwiegend aus der Deutschschweiz die Initiative. Der Alltag in der Kirche entspreche in manchen Punkten schon lange nicht mehr dem, was die Kirchenleitung vorschreibe, begründen sie ihre Forderung nach Reformen. Die SBK lehnt die Pfarrei-Initiative ab.

sda