«Egon» hat ein neues Zuhause

Der Tierpark Goldau hat am Dienstag die neue Iltis-Anlage eingeweiht. Obwohl «Egon» ganz alleine ist, fühlt er sich schon pudelwohl.

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«Egon» erhielt alle zwei Stunden einen Schoppen. (Bild: PD)

«Egon» erhielt alle zwei Stunden einen Schoppen. (Bild: PD)

«Egon» erhielt alle zwei Stunden einen Schoppen. (Bild: PD)

«Egon» erhielt alle zwei Stunden einen Schoppen. (Bild: PD)

Mit Iltismann «Egon» ist die dritte einheimische Marderart in den Natur- und Tierpark Goldau eingezogen. Die Freude war gross, als er in die grosszügig gestaltete Anlage entlassen werden konnte. Sofort erkundete er seinen neuen Lebensraum. Laut Mitteilung vom Tierpark scheint er sich in der Anlage wohl zu fühlen. Besonders die hohlen Baumstämme haben es dem Einzelgänger angetan.

Gebaut wurde die Anlage unter anderem von Lehrlingen der V-Zug. Finanziell unterstützt wird der Bau vom Höfner Gemeinwesen, dem Bezirk Höfe und den Gemeinden Feusisberg, Freienbach und Wollerau.

pd/rem

Wie der Iltis nach Goldau kam

«Egon» wurde als Welpe im Tierpark abgegeben, nachdem seine Mutter von einem Auto überfahren wurde. Da der Tierpark auch schon Iltisse erfolgreich aufgezogen und ausgewildert hat, nahm man sich des Kleinen an. Sein silbergraues Fell fühlte sich weich wie Samt an, und seine Augen waren noch geschlossen. Bereits nach kurzer Zeit nahm Egon den Schoppen an. Nach zwei Wochen öffnete Egon seine dunklen Knopfaugen. Neben Schlafen und Trinken – zu Beginn erhielt er alle zwei Stunden seinen Schoppen – unternahm er die ersten Erkundungstouren. Egon nahm gut an Gewicht zu und entwickelte sich zu einem richtigen Iltis. Sein Fell wurde dunkler. Auch sein Markenzeichen, die helle Maske, zeigte sich immer deutlicher. Da Egon relativ spät im Jahr 2010 in den Natur- und Tierpark Goldau kam, erreichte er die Grösse, die das Überleben im Winter in der freien Natur ermöglicht hätte, nicht. Darum überwinterte er in der Wildtierpflegestation des Tierparks. Im Frühling war die Bindung zu Menschen zu stark für eine Auswilderung, und der Tierpark entschloss sich, für «Egon» eine Anlage im Tierpark zu bauen.

pd