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Ein Blick zurück: Dank der «Seegfrörni» gab's ein Volksfest

Die Klimaveränderung macht das komplette Zufrieren der Seen in der Zentralschweiz zu einem immer selteneren Ereignis. Auch früher waren die «Seegfrörnen» eher sporadischer Art – und wurden deshalb von Gross und Klein gefeiert.
Zéline Odermatt

Mit Schlittschuhen, Skiern und sogar dem Hund oder Velo auf dem See. Eisige Temperaturen lockten die Zentralschweizer Bevölkerung auf das zugefrorene Wasser. Zu den letzten grösseren «Seegfrörnen» kam es im Winter 1962/63. So fror damals der Zugersee mit seiner Fläche von 38 Quadratkilometern komplett zu und auch der Sarnersee war mit genügend Eis bedeckt, dass er betreten werden konnte.

Eine «Seegfrörni» des kompletten Vierwaldstättersees scheint es nie gegeben zu haben – Eisschollen bedeckten 1929 hingegen die Reuss rund um die Kapellbrücke. Bei kleineren Luzerner Seen waren die «Seegfrörnen» häufiger der Fall. Der Hallwiler- und der Sempachersee (siehe Bilder unten) froren von Zeit zu Zeit komplett zu. Und auch der Rotsee konnte man in sehr kalten Wintern ab und zu betreten. Letztmals fuhr die Bevölkerung im Februar 2012 darauf Schlittschuh.

Wie viel Spass die Zentralschweizer bereits früher auf dem Eis hatten, zeigen die folgenden Bilder.

Mädchen unterwegs auf dem Steinibühlweiher in Sempach im Winter 1938/1939. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Mädchen unterwegs auf dem Steinibühlweiher in Sempach im Winter 1938/1939. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Schlittschuhlaufen auf dem Steinibühlweiher in Sempach im Winter 1945/1946. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Schlittschuhlaufen auf dem Steinibühlweiher in Sempach im Winter 1945/1946. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Das Schlittschuhlaufen will gelernt sein. Kinder auf dem Steinibühlweiher (Sempach, Winter 1945-1946). (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Das Schlittschuhlaufen will gelernt sein. Kinder auf dem Steinibühlweiher (Sempach, Winter 1945-1946). (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Der Zugersee fror im Februar 1929 vollständig zu. Zugerinnen und Zuger freuten sich über das Ereignis und posierten für ein Foto. (Bild: Staatsarchiv Zug (Sammlung Werner Spillmann))

Der Zugersee fror im Februar 1929 vollständig zu. Zugerinnen und Zuger freuten sich über das Ereignis und posierten für ein Foto. (Bild: Staatsarchiv Zug (Sammlung Werner Spillmann))

1914 gab es eine Seegfrörni des Sempachersees. Die Aufnahme zeigt ein veritables Eisfest mit viel Volk. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

1914 gab es eine Seegfrörni des Sempachersees. Die Aufnahme zeigt ein veritables Eisfest mit viel Volk. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Der Hund wurde vor den Schlitten gespannt, um auf dem zugefrorenen Sempachersee die Familie zu ziehen. Aufnahme von 1914 nahe des Seeufers. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Der Hund wurde vor den Schlitten gespannt, um auf dem zugefrorenen Sempachersee die Familie zu ziehen. Aufnahme von 1914 nahe des Seeufers. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Diese Kinder waren 1956 mit Schlitten und Skiern auf dem Sempachersee unterwegs. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Diese Kinder waren 1956 mit Schlitten und Skiern auf dem Sempachersee unterwegs. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Die Schlittenparade 1956 auf dem Sempachersee. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Die Schlittenparade 1956 auf dem Sempachersee. (Bild: Stadtarchiv Sempach)

Auch auf Rigi-Kaltbad freute man sich über Eisflächen, wenn auch anderer Art. Im Bild ist die Curlingbahn und der Aussichtsplatz zu sehen. Aufnahme wurde zwischen 189 und 1950 gemacht. (Bild: Kantonale Denkmalpflege Luzern (Emil Goetz))

Auch auf Rigi-Kaltbad freute man sich über Eisflächen, wenn auch anderer Art. Im Bild ist die Curlingbahn und der Aussichtsplatz zu sehen. Aufnahme wurde zwischen 189 und 1950 gemacht. (Bild: Kantonale Denkmalpflege Luzern (Emil Goetz))

Hoch über dem Vierwaldstättersee lud die Eisbahn auf Rigi-Kaltbad zum Schlittschuhlaufen ein. Die Aufnahme wurde zwischen 1920 und 1940 gemacht. (Bild: Jean Gaberell/ Staatsarchiv Luzern FDC 50/6.3697)

Hoch über dem Vierwaldstättersee lud die Eisbahn auf Rigi-Kaltbad zum Schlittschuhlaufen ein. Die Aufnahme wurde zwischen 1920 und 1940 gemacht. (Bild: Jean Gaberell/ Staatsarchiv Luzern FDC 50/6.3697)

Haben Sie selbst auch historische Bilder?

Verstauben Ihre alten Familienfotos auf dem Estrich? Haben Sie Bilder von Ereignissen von früheren Generationen? Dann laden Sie Ihre schönsten Archivbilder – bevorzugt in guter Auflösung – unter folgendem Link hoch: Leserbild-Upload.

Die Zentral- und Hochschulbibliothek ist unserem Aufruf bereits gefolgt:

Diese Bilder der «Seegfrörni» von 1891 und 1929 sind in der ZHB archiviert:

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Kennen Sie die Personen oder Ereignisse auf den Bildern?

Dann schreiben Sie uns eine Email an online@luzernerzeitung.ch mit dem Betreff: «Historische Bilder».

Herzlichen Dank

Vielen Dank an das Stadtarchiv Sempach, das Staatsarchiv Luzern und das Stadtarchiv Luzern die die schönen Bilder im Archiv recherchiert und zur Verfügung gestellt haben. Ein Dankeschön auch an die Kantonale Denkmalpflege Luzern, die die Veröffentlichung des Bildes von Fotograf Emil Goetz möglich machte.

Neue Bilder-Serie «Ein Blick zurück»

Ab sofort werden regelmässig historische Rückblicke wie dieser online und zum Teil auch in unserer Printausgabe präsentiert. Dies zu Themen wie Architektur, Wohnen, Sport, Kultur, Verkehr sowie Freizeit. Hier sollen auch längst vergessene oder bis heute praktizierte Bräuche, Berufe und Traditionen einen Platz finden.

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