Ein Felssturz hat die Stoosbahn bedroht

Die Drahtseilbahn Schlattli-Stoos fuhr im vergangenen Frühjahr gefährlich. Davon erfährt die Öffentlichkeit allerdings erst jetzt.

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Die Standseilbahn Schlattli-Stoos. (Bild pd)

Die Standseilbahn Schlattli-Stoos. (Bild pd)

In der Fronalp-Halle auf dem Stoos gab es eine Überraschung. Die gegen 200 Teilnehmer der Aktionärsversammlung der Schwyz-Stoos-Fronalpstock AG (SSSF) erfuhren, wie im vergangenen Frühjahr über der Stoosbahn Felssturzgefahr herrschte. Verwaltungsratspräsident Thomas Meyer berichtete, wie der Verwaltungsrat das Ingenieurunternehmen Slongo, Röthlin Partner AG aus Stans mit technischen Untersuchungen der Stoosbahn beauftragt hatte. Die Fachfirma sollte abklären, ob die 75 Jahre alte Standseilbahn Schlattli-Stoos saniert werden könnte. «Dabei stellte die Firma fest, dass dringend Felssicherungsarbeiten gemacht werden müssen», sagte Meyer. «Die Ingenieure erklärten, der Fels müsse sofort gesichert werden. Ansonsten empfehle das Ingenieurbüro, wegen des Risikos den Bahnbetrieb einzustellen.»

Eine Million Franken
Der Verwaltungsrat erfuhr laut Meyer an seiner Sitzung vom 8. April von dieser Situation. Am gleichen Abend sei beschlossen worden, sofort Felssicherungsmassnahmen einzuleiten. Meyer: «Es war eine lange Sitzung.» Und schon anderntags sei eine Fachfirma mit der Felssicherung beauftragt worden. Diese Arbeiten dauerten bis in den Sommer 2008 an und brachten der SSSF ungeplante zusätzliche Kosten von etwa eine Million Franken. Was das Unternehmen umso mehr schmerzt, als die Konzession für die alte Stoosbahn im März 2010 ohnehin abläuft. Die Bahn wird dann abgebrochen. Sie soll durch eine neue Gondelbahn ersetzt werden, die 25 Millionen Franken kostet.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.