Ein «Sprungbrett» für den Auslandschweizerplatz

Der Platz der Auslandschweizer in Brunnen soll ein prägendes Symbol erhalten. Es handelt sich um eine begehbare, auf den See hinaus ragende Konstruktion. Wann und mit welchen finanziellen Mitteln die Idee realisiert wird, ist indes noch offen.

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Das siegreiche Projekt «Sprungbrett». (Visualisierung pd)

Das siegreiche Projekt «Sprungbrett». (Visualisierung pd)

Gino Bühler (Bild: PD)

Gino Bühler (Bild: PD)

Der 5000 Quadratmeter grosse Platz – eigentlich eine Wiese – liegt am Vierwaldstättersee auf einer Halbinsel gegenüber dem Rütli und bietet eine einmalige Sicht auf die Urner Alpen. Geschaffen wurde er 1991 anlässlich der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft. Der Gesamtbundesrat feierte damals dort den Nationalfeiertag.

Trotz der einmaligen Lage entwickelte sich der Platz nicht zum erhofften Treffpunkt, wie die Auslandschweizer-Organisation (ASO) 20 Jahre später ernüchtert feststellen musste. Pläne für ein Begegnungszentrum hatten sich bereits 1995 zerschlagen.

Die Trägerstiftung will den Platz nun mit einem Symbol aufwerten und unverkennbar machen. Sie lancierte dazu einen Ideenwettbewerb. Aus 52 Eingaben ging das Projekt «Sprungbrett» des in Düsseldorf lebenden Schweizer Grafikers Gino Bühler hervor, wie die Stiftung Platz der Auslandschweizer am Dienstag mitteilte.

Bühlers «Sprungbrett» besteht aus einer wellenförmig geschwungenen Konstruktion, die am Südwesteck der Wiese platziert wird. Die Besucher können das Monument begehen und gelangen über eine Treppe auf eine über zehn Meter über dem See gelegene Aussichtsfläche.

Sprungbrett in die Welt

Das geplante Monument soll auf das Rütli weisen, symbolisiert gleichzeitig aber auch das Sprungbrett in die weite Welt. Die Jury unter der Leitung der Berner Nationalrätin Christa Markwalder (FDP) lobte an Bühlers Idee die formale Eleganz und die mit der Idee des Auslandschweizerplatzes harmonierende Symbolik.

Das «Sprungbrett» existiert indes erst als Idee. Wie es umgesetzt und finanziert wird, ist deshalb noch offen, wie Anna Diezig von der ASO auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Ein Teil der Wettbewerbseingaben wird im Verlauf des Sommers in Brunnen im Hotel «Waldstätterhof» ausgestellt. Von den 52 eingereichten Projekten stammten 22 aus der Schweiz. Die Bandbreite habe von Stichworten und Skizzen bis zu Plänen, Visualisierungen und Modellen gereicht, teilte die Trägerstiftung mit.

Der Stiftung Platz der Auslandschweizer gehören die Standortgemeinde Ingenbohl-Brunnen, der Kanton Schwyz, die Schwyzer Kantonalbank, die Eidgenossenschaft und die ASO an. Präsident ist der Schwyzer alt Ständerat Toni Dettling (FDP).

sda