Eine Oase für die ganze Familie

Düfte, Farben, Blütenfülle und saftiges Grün beherrschen den Sommergarten auf der Liegenschaft Stigli. Ein Augenschein bei Hedi und Peter Bucher.

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Der idyllische Garten von Hedi und Peter Bucher (Bild: Rosmarie Berlinger / Neue NZ)

Der idyllische Garten von Hedi und Peter Bucher (Bild: Rosmarie Berlinger / Neue NZ)

«My home is my castle – mein Heim ist mein Schloss», pflegt der Engländer zu sagen. Für Hedi Bucher, Bäuerin, Familienfrau und leidenschaftliche Hobbygärtnerin im «Stigli», ist der Garten die Visitenkarte ihrer Liegenschaft. «Unser Garten ist eine Oase, wo ich mich wohlfühle, bewege, arbeite, beobachte, staune und sich die Familie gerne zu einer Ruhepause oder einem Gespräch einfindet.» Der idyllische Gartensitzplatz befindet sich gut abgeschirmt zwischen einer grünen Pflanzenkultur und der grossen Blumenanlage. Diese bildet das Hauptaugenmerk, das von der vorbeiführenden Strasse aus, je nach Mobilität, kurz oder länger bestaunt werden kann. Die satte grüne Rasenumgebung bildet den optimalen Kontrast zur reich blühenden Blumenrondelle. In perfekt harmonierender Anordnung kommt hier die akribische Sorgfalt zum Ausdruck, mit der Hedi Bucher das Bepflanzen der Blumenanlagen vornimmt.

Rosen und Lavendel als Paar

Kaum hat sich das Auge hier sattgesehen, schweift der Blick zur Rosenanlage. In schönsten Formen und Farben, von Weiss, Rosa, Orange bis Gelb, Rot und Dunkelrot, ziehen die «Königinnen» der Blumenwelt, die Rosen, Auge und Nase in ihren Bann. Geniale Farbtupfer bieten die am Rande gepflanzten blauen Lavendelbüschel. «Rosen und Lavendel gehören einer alten Weisheit gehorchend zusammen», erzählt Hedi Bucher. Denn der Duft der Lavendelblüten hält das Ungeziefer von den Rosen fern. Eine Farben-, Blumen- und Blütenvielfalt der Sonderklasse bieten die Rabatten entlang der Gartenumzäunung. Sie bilden gleichsam den bunten Bilderrahmen zum Gartenmittelpunkt. Hedi Bucher weiss von jeder Blume und jedem Gewächs den deutschen Namen, im Gegensatz zum Gartenlexikon, wo alle Pflanzen lateinisch benannt sind.

Hedi Bucher freut sich an den prächtig blühenden Pflanzen. (Bild: Rosemarie Berlinger / Neue NZ)

Hedi Bucher freut sich an den prächtig blühenden Pflanzen. (Bild: Rosemarie Berlinger / Neue NZ)

Gelb bis orange, rot und rosa leuchten Gruppen von Taubnesseln, Lilien, Mohn, Hortensien, Margriten, Iris, Bartnelken, Lupinen, Fingerhut, Phlox und als herausragender Farbtupfer blauer Rittersporn. Den sonnigsten Platz nehmen verschieden farbige Zinnien ein. Bereits vor der grossen Entfaltung stehen die Dahlien.

Viel Arbeit für blühenden Reichtum

Im prächtigen Bauerngarten sind auch verschiedene Hauswurzarten sowie alte Blumensorten zu bewundern. Aufgelockert wird die Blumenvielfalt immer wieder durch grüne Pflanzen und Gewächse, beispielsweise das Schleierkraut, Frauenmantel, Farn und Funkien. Fast majestätisch schlingt sich beim Tor zum Garteneingang die dunkelblau blühende Clematis empor.

Als Geheimtipp zu dieser prächtigen Schlingpflanze verrät Hedi Bucher, dass die Clematis kühlen Boden liebt, das heisst durch rundherum niedrig gepflanzte Sträucher Schatten erhält. Reich bepflanzt präsentiert sich der grosse Gemüsegarten, der die Eigenversorgung gewährleistet. «Einmal haben unsere Töchter alle Pflanzen gezählt», erzählt Hedi Bucher. Dabei hätten sie über 100 Pflanzen registriert. «Der Garten ist Teil unseres Betriebes, gibt oft und gerade zu saisonalen Spitzenzeiten viel Arbeit. Aber er revanchiert sich mit seinem blühenden Reichtum, für den ich bei einem Rundgang oftmals leise danke sage.»

Rosmarie Berlinger