Eine Stunde lang die Vögel zählen

Die Naturschutzorganisation Birdlife will wissen, wo sich in der kalten Jahreszeit in der Zentralschweiz welche Vögel aufhalten. Sie lädt deswegen die Bevölkerung ein, von Freitag bis Sonntag eine Stunde lang Vögel zu bestimmen und zu zählen.

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Stieglitze sind beliebte Besucher von Futterstellen in Gärten.

Stieglitze sind beliebte Besucher von Futterstellen in Gärten.

Bild: Boomie / Pixabay

(sda) Zu den Vögeln, die den Winter in der Schweiz verbringen, gehören Spatzen, Meisen und Amseln, die das ganze Jahr über in unseren Breitengraden anzutreffen sind, aber auch Vogelarten, die aus dem noch kälteren Norden im Winter in die Schweiz ziehen. Birdlife Luzern möchte genauer wissen, welche häufigsten Arten wo anzutreffen sind, wie sie am Montag mitteilte.

Die Naturschutzorganisation ruft deswegen die Bevölkerung auf, zuhanden der Wissenschaft Daten zu liefern. Vom 10. bis 12. Januar 2020 könnten Interessierte irgendwo im Siedlungsraum eine Stunde lang Vögel beobachten und zählen. Dabei solle die maximal gleichzeitig beobachtete Anzahl Vögel einer Art notiert werden.

Im Winter plustern die Vögel wie hier ein Rotkehlchen ihr Gefieder auf. Die Luft im Federkleid wirkt wie eine Wärmeisolation.

Im Winter plustern die Vögel wie hier ein Rotkehlchen ihr Gefieder auf. Die Luft im Federkleid wirkt wie eine Wärmeisolation.

Bild: Frank Vassen

Eine besondere Qualifikation sei für eine Teilnahme an der «Stunde der Wintervögel» nicht nötig, heisst es in der Mitteilung. Ein Flyer helfe, die häufigsten Arten rasch zu erkennen. Die Beobachtungen könnten von den Zählern online erfasst werden.

Vor allem pflanzenfressende Vogelarten verbringen den Winter in der Schweiz. Beeren an Heckensträuchern, stehen gelassene Sonnenblumen oder Futterhäuschen würden zu wahren Treffpunkten der Vögel, teilte Birdlife mit. Es stelle sich aber die Frage, ob in den perfekt aufgeräumten Landschaften und Gärten noch genügend Futter vorhanden sei.