EINSIEDELN: 23 Rehe starben an falschem Futter

Wegen des strengen Winters kommen die Rehe in bewohnte Gebiete. Hier werden sie gefüttert. Und verenden.

Urs Gusset
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Dieses Reh verendete, weil es von Menschen falsch gefüttert worden war. (Bilder Roger Bisig)

Dieses Reh verendete, weil es von Menschen falsch gefüttert worden war. (Bilder Roger Bisig)

Innert neun Tagen, vom 18. bis 26. Februar, zählte Wildhüter Roger Bisig aus Gross, zuständig für den Wildhutkreis 3, der den Bezirk Einsiedeln, das Ybrig, Alpthal sowie Teile von Rothenthurm und Feusisberg umfasst, 23 tote Rehe. «Das sind überdurchschnittlich viele», sagt der Wildhüter. Und dabei spricht er nicht von unzähligem Fallwild in höher gelegenen Regionen oder im Wald, das liegen gelassen und von Füchsen, Greifvögeln und Raben gefressen wird. Nein, die 23 Rehe starben im Siedlungsgebiet, meistens an südexponierten Hängen, wie zum Beispiel im Dorf Alpthal, im Brunni, der Reckholdern und im Geissweidli in Willerzell. «Seit Dienstag hat sich die Lage beruhigt», sagt Roger Bisig. Insgesamt registrierte er in diesem Winter 39 tote Rehe in Siedlungsnähe. Er führt den Tod der Rehe auf zweierlei zurück: etwa je zur Hälfte zum einen auf die falsche Fütterung durch den Menschen, zum andern auf schwache Tiere, vor allem Kitze, die dem strengen Winter nicht gewachsen sind.

Wie eine Lebensmittelvergiftung

«Falsches Futter führt bei Rehen zum Tod», sagt der Wildhüter Bisig. Dabei erwähnt er zum Beispiel Äpfel, Gumel, Rüebli, Brot, Marroni oder Nüsse. «Bei tiefen Temperaturen frieren diese energiereichen Lebensmittel und sind Gift für die empfindlichen Pansen der Rehe», sagt der Fachmann. Dabei spricht er den Magen an. Diese gefrorene und energiereiche Nahrung bilde im Pansen eine Pappe und führe zu einer Übersäuerung. Roger Bisig vergleicht dies mit einer Lebensmittelvergiftung.

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