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EINSIEDELN: Abt findet «Mitte nicht das Dümmste»

Der neue Abt von Einsiedeln, Urban Federer, wird sowohl als fortschrittlich wie auch als konservativ beschrieben. Das stört ihn nicht. «Ich scheine ein Mann der Mitte zu sein. Dies entspricht mir persönlich, ich finde die Mitte nicht das Dümmste.»
Der Einsiedler Abt Urban Federer bei seiner Benediktion. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Einsiedler Abt Urban Federer bei seiner Benediktion. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Seit rund zwei Monaten ist der 45-jährige Abt Urban im Amt. Der «Bote der Urschweiz» veröffentlichte am Samstag ein Interview mit ihm. Auf die Frage, wie er als Abt von der Bevölkerung wahrgenommen werden möchte, meint er, nicht anders als im Kloster: «Die Menschen sollen spüren, dass man mit mir reden und mir begegnen kann.»

Sein erster Eindruck von Einsiedeln, als er mit sechzehn in die Stiftsschule kam, war allerdings «furchtbar». Als Zürcher habe er sich nicht wirklich willkommen gefühlt. Man habe sich dort als Innerschweizer deutlich von den Zürchern abgegrenzt. Doch dann habe er viele neue Menschen und auch das Klosterleben kennengelernt. Damit sei seine Faszination für das Kloster gewachsen.

«Gott stelle ich mir grundsätzlich nicht vor»

Gott stelle er sich grundsätzlich nicht vor, sagt Abt Urban im Interview, «weil Gott alles, überall und nirgends ist». Wenn er sich eine konkrete Vorstellung von Gott machen wolle, dann denke er an Jesus Christus. Zweifel sind ihm allerdings nicht fremd. «Ich würde ein Leben ohne Zweifel komisch finden.» Er versuche, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Befragt, ob er Sehnsucht nach einer Partnerschaft habe, meint der Abt: «Natürlich, diese Sehnsucht hat wohl jeder Mensch.» Er müsse sie aushalten und sich damit auseinandersetzen. Doch sei es ja nicht so, dass er keine Familie habe. «Ich bin in der Familie des Klosters gut aufgehoben. Ich bin also kein einsames Wesen.» Im Übrigen sei der Verzicht auf eine Partnerschaft freiwillig: «Ich muss überhaupt nichts...»

Mit der Hierarchie als Chef von 60 Mönchen und 240 Mitarbeitern hat der Abt keine Probleme. Es brauche sie und wenn sie funktioniere, sei sie etwas Gutes. Es müsse aber klar sein, wozu sie da ist und wie die Abläufe funktionierten.

sda

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