EINSIEDELN: Abt Urban kämpft für seine Klosterschule

Abt Urban Federer vom Kloster Einsiedeln nimmt zu den geplanten Sparmassnahmen zu Lasten der privaten Mittelschulen Stellung. Diese seien inakzeptabel.

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Urban Federer, Abt des Kloster Einsiedeln. (Bild: Manuela Jans)

Urban Federer, Abt des Kloster Einsiedeln. (Bild: Manuela Jans)

Der neue Abt des Klosters Einsiedeln, Urban Federer, setzt sich im Rahmen der Vernehmlassung zum Entlastungsprogramm 2014-2015 für die privaten Mittelschulen im Kanton Schwyz ein. Er ersucht den Regierungsrat, auf die vorgesehene Kürzung der Unterstützungsbeiträge für das Theresianum Ingenbohl, das Gymnasium Immensee und die Stiftsschule Einsiedeln zu verzichten.

So koste ein Schüler an einer privaten Mittelschule den Kanton 862 Franken pro Jahr weniger als ein Schüler an einer kantonalen Schule. «Eine Kürzung der Kantonsbeiträge in der Höhe von fast 0,9 Millionen Franken für die Stiftsschule Einsiedeln ist inakzeptabel und betrieblich nicht tragbar», sagt der Abt.

Müsste man den fehlenden Beitrag mittels einer Erhöhung des Schulgelds beschaffen, würde dieses statt 3500 Franken in Zukunft 7600 Franken betragen, also mehr als das Doppelte. Damit wäre man nicht mehr konkurrenzfähig, so Federer.

«Ein weiteres Argument, das von Seiten des Kantons immer wieder vorgebracht wird, ist die Behauptung, der Kanton weise im interkantonalen Vergleich deutlich höhere Kosten für die Mittelschulen auf. Grund dafür sei ein Überangebot, das vor allem auf die privaten Mittelschulen zurückzuführen sei», schreibt Federer.

Auch dies sei so nicht richtig. Der Kanton Schwyz habe 2011 sogar von allen Kantonen die tiefsten Bildungsausgaben pro Kopf ausgewiesen. Zudem spielten die privaten Mittelschulen in wenigen Kantonen eine ähnlich wichtige Rolle wie in unserem, wo fast die Hälfte aller Schüler eine private Mittelschule besuchten.

obo/red