EINSIEDELN: Am Spital beginnt jetzt die Erweiterung

Nach der Sanierung wird das Spitalgebäude in einem nächsten Schritt erweitert. Den Kern bildet die neue Patientenstation für Zusatzversicherte.

Drucken
Teilen
Das Spital Einsiedeln wird um zwei Geschosse aufgestockt. (Bild: PD)

Das Spital Einsiedeln wird um zwei Geschosse aufgestockt. (Bild: PD)

Im Jahr 2012 wurde eine Gesamtsanierung des Spitalgebäudes durchgeführt. Im Innenbereich wurden dabei alle öffentlich zugänglichen Bereiche neu gestaltet, weitere Patientenzimmer mit Nasszellen ausgestattet und oberflächlich saniert. Im Aussenbereich ersetzte man die Fassade und baute neue Fenster ein. Darüber hinaus wurden die verschiedenen Baukörper des Spitalgebäudes in ihrem optischen Erscheinungsbild erneuert und vereinheitlicht.

Zwei weitere Geschosse

Mit der Gesamtsanierung musste, gemäss der neuen Baugesetzgebung, der Erdbebenschutz am Spitalgebäude verbessert werden. Diese statischen Massnahmen ermöglichen es nun, das Spitalgebäude vertikal zu erweitern. Das Gebäude wird aktuell um zwei weitere Geschosse aufgestockt. Die Gesamtkosten für die Aufstockung betragen 11 Millionen Franken. Der Attikaaufbau im vierten Obergeschoss mit dem Raum der Stille, Büros und Pikettzimmer wird auf ein Vollgeschoss ausgebaut und komplett neu gestaltet. Auf der damit zusätzlich gewonnenen Fläche werden weitere Büroräume und Pikettzimmer entstehen. Die Direktion und die Verwaltung werden in diesen Bereich umziehen. In den dadurch frei werdenden Arbeitsräumen, im Gesundheitszentrum, wird eine neue Arztpraxis entstehen.

Höhere Bettenkapazität

Im neuen fünften Obergeschoss wird die schon lange gewünschte Bettenstation für zusatzversicherte Patientinnen und Patienten realisiert. Sie wird mit zwölf Patientenzimmern mit ein und zwei Betten ausgestattet und gegenüber den allgemeinen Abteilungen in den Stockwerken eins bis drei einen erhöhten Ausbaustandard und Komfort aufweisen. Die Bettenkapazität des Spitals wird dadurch um 20 Betten auf insgesamt 85 Betten erhöht. Die anderen Spitäler in den Regionen oberer Zürichsee und Zentralschweiz haben im Wettbewerb um zusatzversicherte Patienten insbesondere gegenüber Privatkliniken bereits solche Privatstationen geschaffen. Durch die Konzentration von Zusatzversicherten und Komfort-Patienten auf der neuen Station werden auf den übrigen Pflegestationen Kapazitäten frei. Diese werden für den Aufbau der neuen medizinischen Leistungsangebote «Kompetenzzentrum für Akutgeriatrie» und «Klinik für muskuloskelettale Rehabilitation und postakute Nachbehandlung» eingesetzt. Die Eröffnung der neuen Station ist im Herbst 2014 vorgesehen.

Die grosse Herausforderung für das Spital besteht darin, die Baumassnahmen während des laufenden Spitalbetriebs so zu gestalten, dass Einschränkungen des Betriebs sowie Störungen durch Emissionen wie Lärm und Staub so gering wie möglich ausfallen. Trotz sorgfältiger Bauplanung und Anwendung von schonenden Bautechniken können Störungen nicht vollständig vermieden werden.

pd/rem