EINSIEDELN: Beziehungsdrama fordert zwei Todesopfer

In Einsiedeln sind am Freitagmorgen in einem Haus mitten im Dorf Schüsse gefallen. Ein Mann und eine Frau wurden getötet. Deren Kinder befanden sich zur Zeit der Bluttat am Tatort.

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Ermittler und Kriminaltechniker der Kantonspolizei Schwyz vor dem Haus in Einsiedeln, in dem zwei Personen erschossen wurden. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Ermittler und Kriminaltechniker der Kantonspolizei Schwyz vor dem Haus in Einsiedeln, in dem zwei Personen erschossen wurden. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

In Einsiedeln sind am Freitagmorgen kurz nach 8 Uhr in einem älteren Mehrfa­milienhaus mitten in Einsiedeln mehrere Schüsse gefallen, welche zwei Todesopfer forderten. Der Tatort liegt an der Erlenbachstrasse unweit des Kloster­platzes – im Parterre des Hauses wurde eine zeitlang die «Shuengi»-Bar betrieben.

In Trennung lebendes Paar
Aufgrund der ersten Erkenntnisse gehen die Untersuchungsbehörden von einem Beziehungsdelikt aus, wie die Kantonspolizei Schwyz mitteilt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um ein in Trennung lebendes Ehepaar. Zur Tatzeit befanden sich die beiden Kinder der 30-jährigen kosovarischen Staatsangehörigen und des 32-jährigen Schweizers in der Wohnung der Mutter. Das Mädchen und der Knabe blieben unverletzt und wurden nach der Befragung der Obhut von Verwandten übergeben. Das Tatmotiv und der genaue Tathergang sind noch nicht bekannt

Quartier zunächst abgesperrt
Die Polizei hatte in einem ersten Schritt das Quartier weiträumig abgesperrt, dort mit rund zwei Dutzend Personen die Ermittlungen aufgenommen und in der Umgebung auch nach möglichen Tätern gefahndet. Zurzeit klären die Kantonspolizei und das Verhöramt des Kantons Schwyz den genauen Tathergang ab und befragen mehrere Personen. Ausserdem wurde der Wissenschaftliche Dienst der Stadtpolizei Zürich und das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich beigezogen, wie es in einem Communiqué heisst.

scd/red