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EINSIEDELN: Bühne frei für Schlittschuhlaufen auf dem Sihlsee

Seit Mittwoch kann das Natureisfeld Euthal am südlichen Ende des Sihlsees betreten werden. Dank eines «Angefressenen».
Charly Keiser / Neue Sz
Andi Kaufmann hilft Louis Schönbächler beim Holztransport für den Bau einer Brücke übers Eis, das den untersten Teil des Sihlsees bedeckt. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)

Andi Kaufmann hilft Louis Schönbächler beim Holztransport für den Bau einer Brücke übers Eis, das den untersten Teil des Sihlsees bedeckt. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)

Eisfläche frei! Das heisst es seit gestern auf dem Natureisfeld Sihlsee, das auf dem gefrorenen, südlichen Teil des Stausees just bei der Gemeinde Euthal hergerichtet ist. Wer allerdings in Gross am Sihlsee entlangfährt, glaubte an einen Scherz. Denn dort kräuselte sich gestern das Wasser dank eines schwachen Windchens, und selbst vom Steinbach-Viadukt aus war keine Eisfläche auf dem See auszumachen. Doch dann. Je näher das Ende des Sees kommt, desto besser ist die riesige Eisfläche zu sehen. «Sonne, Schnee, Eis. Es ist doch einfach traumhaft. Die Leute haben Freude, allen voran die Kinder», schwärmt Louis Schönbächler beim gestrigen Eröffnungstag der Saison.

Eisfläche frei! (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
Das heisst es seit dem 18. Dezember auf dem Natureisfeld Sihlsee, das auf dem gefrorenen, südlichen Teil des Stausees just bei der Gemeinde Euthal hergerichtet ist. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
Andi Kaufmann hilft Louis Schönbächler beim Holztransport für den Bau einer Brücke übers Eis, das den untersten Teil des Sihlsees bedeckt. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
Bereits seit 14 Jahren baut und betreibt der Einsiedler das Natureisfeld. Er habe neun Jahre lang Eishockey gespielt und der EHC Einsiedeln wollte eine Eishalle, erinnert sich der 57-Jährige. Da sei ihm die Idee gekommen, etwas für die Leute zu tun, um so auch Goodwill für die Halle zu schaffen, erklärt Schönbächler. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
Fünf Franken Eintritt kostet das Schlittschuhlaufen auf dem Sihlsee. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
Die notwendige Zeit zum Aufbau und Herrichten der Eisfläche nimmt etwa 500 Stunden in Anspruch (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
19 Helfer sind im Einsatz, darunter auch Andi Kaufmann. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
Im letzten Jahr war das Eisfeld nur gerade einen halben Tag offen. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
Die Eröffnung sei vom Kalender her früh, sagt Louis Schönbächler, der sich selber als «angefressen» bezeichnet. Letztmals sei dies in der Saison 2008/09 möglich gewesen, aus der auch der Rekord mit 45 Betriebstagen stamme. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
Die Rundstrecke ist 2 Kilometer lang, das Eis 18cm dick. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
Unter dem Eis hat es nur ganz wenig Wasser, darum gefriert es auf dem Sihlsee schneller als anderswo. (Bild: Charly Keiser / Neue SZ)
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Sihlsee zum grossen Spass bereit

Bereits seit 14 Jahren baut und betreibt der Einsiedler das Natureisfeld. Er habe neun Jahre lang Eishockey gespielt und der EHC Einsiedeln wollte eine Eishalle, erinnert sich der 57-Jährige. Da sei ihm die Idee gekommen, etwas für die Leute zu tun, um so auch Goodwill für die Halle zu schaffen, erklärt Schönbächler. «Man kann ja nicht immer nur meckern und nichts tun. Da der Eishockeyclub sich nicht hat engagieren wollen, habe ich gesagt – dann mache ich es halt alleine.» Dank der Unterstützung seiner Frau und seiner Kollegen habe das dann auch prima geklappt, ergänzt er und verrät: «Und wir haben letzthin den Verein Natureisfeld Sihlsee gegründet.» Nein, er sei es nicht und es gebe auch noch keinen Präsidenten, antwortet Schönbächler auf die entsprechende Frage, lacht und sagt: «Das könnte auch gut meine Frau sein.»

Steigendes Interesse

Das Interesse am Euthaler Natureisfeld ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Bereits im November besuchten die Leute seine Website in grosser Zahl, konstatiert Schönbächler und fügt an: «Es wird tatsächlich immer besser.» Übel hat hingegen in den letzten drei Jahren Schönbächler das Wetter mitgespielt. «Im letzten Jahr war das Eisfeld nur gerade einen halben Tag offen», schaut er zurück. Ein aufkommender Sturm habe die ganze Arbeit zunichtegemacht. «Und da kommen einige Stunden zusammen», wie der Naturfreund verrät: «Ob das Feld nur einen Tag oder einen Monat offen ist, spielt keine Rolle. Die notwendige Zeit zum Aufbau und Herrichten der Eisfläche nimmt etwa 500 Stunden in Anspruch», sagt er. Und während des Betriebs seien jeweils rund 19 Helfer im Einsatz.

Die gestrige Eröffnung sei vom Kalender her früh, sagt Louis Schönbächler, der sich selber als «angefressen» bezeichnet. Letztmals sei dies in der Saison 2008/09 möglich gewesen, aus der auch der Rekord mit 45 Betriebstagen stamme. «Wir haben jetzt 18 Zentimeter bestes Eis, eine rund 2 Kilometer lange Strecke zum Eislaufen sowie einige Hockeyfelder», sagt Schönbächler und verrät, warum hier ein Natureisfeld entsteht. «Unter dem Eis hat es nur ganz wenig Wasser, darum gefriert es hier schneller als anderswo.» Schönbächler hofft auf kalte Tage, wie er sagt, damit er über Weihnachten «möglichst viele Leute mit seinem Eisfeld glücklich machen kann».

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