EINSIEDELN: «Das Ganze ist sehr peinlich»

Der heilige Tarzisius ist am (gestrigen) Dienstag in Einsiedeln ein getroffen. Von Unmut gegenüber der riesigen Statue war nichts zu spüren.

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Abt Martin bei seiner Empfangsrede im Abteihof des Klosters Einsiedeln. Im Hintergrund ist die fünf Meter hohe Tarzisius-Statue zu sehen. (Bild Irene Infanger/Neue SZ)

Abt Martin bei seiner Empfangsrede im Abteihof des Klosters Einsiedeln. Im Hintergrund ist die fünf Meter hohe Tarzisius-Statue zu sehen. (Bild Irene Infanger/Neue SZ)

Im Abteihof des Klosters Einsiedeln steht nun die fünf Meter hohe Skulptur des heiligen Tarzisius. Dieser ist der Schutzpatron der Ministrantinnen und Ministranten. Am Sonntag wurde die Statue am «Mini-Fest 08» in Aarau zum ersten Mal öffentlich präsentiert. Seit gestern ist sie jetzt in Einsiedeln zu sehen. Abt Martin Werlen betonte an der Empfangsfeier welche Ausstrahlung von dieser Skulptur ausgehe. «Tarzisius war ein junger Mensch mit Begeisterung, der sich für die Menschen, die Kirche und die Eucharistiefeier eingesetzt hat», erklärte Abt Martin.

«Den Kindern ist das Geschlecht der Statue egal»
Abt Martin versteht den Unmut über die Statue seitens der Ministranten-Präsides der Stadtluzerner Pfarreien nicht. Diese haben beklagt, dass soviel Geld für eine Statue ausgegeben wurde, und sie nicht verstehen könnten, warum es eine männliche Statue sei, wenn mehr als die Hälfte der Ministrierenden weiblich sind. «Das Ganze ist sehr peinlich. Vor allem ist es verantwortungslos, wenn erwachsene Personen Kinder instrumentalisieren», sagte Abt Martin auf Anfrage. Tarzisius sei nunmal ein Knabe gewesen.

Auch der Künstler der Statue und ehemalige Ministrant, Bernhard Lang, versteht die Diskussion nicht. Den Kindern sei es egal, welches Geschlecht die Statue habe, findet er.

Irene Infanger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.