EINSIEDELN: Das ist eine Materialschlacht

Vor den Welttheateraufführungen läuft allerhand: Die Schauspieler müssen alle Requisiten abholen. Dies bedeutet vollen Einsatz für die Requisiteure.

Patrizia Pfister
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Beat Schönbächler arbeitet zum dritten Mal in der Requisite mit. (Bild: Patrizia Pfister)

Beat Schönbächler arbeitet zum dritten Mal in der Requisite mit. (Bild: Patrizia Pfister)

In nächster Nähe zum Klosterplatz, im Keller des Einsiedlerhofes, lagern Hunderte von Requisiten. Nummeriert und beschriftet hat jeder Besen, jeder Helm und jeder Schulranzen seinen Platz. Requisiteur Beat Schönbächler erklärt: «Alle Schauspieler haben ihr eigenes Material, deshalb die Nummerierung.» Bei rund 30 Polizisten und 20 Strassenwischern ist es so einfacher. «Da wissen wir am Abend auch, was fehlt», bemerkt der Einsiedler schmunzelnd.

Vor- und Nachbereitung

Der Löwenanteil der Requisiten-Arbeit geschieht während der Spielzeit vor und nach den Aufführungen. Vor dem Theaterspektakel gilt es, die Betonmischer auf dem Platz zu verteilen und sie mit Metallrohren zu bestücken. Ab 19 Uhr können die Schauspieler ihre Requisiten abholen.

Während der Aufführung geht es in der Requisite ruhiger zu, langweilig wird es ihnen jedoch nicht: zwischendurch fallen einige Hilfseinsätze beim Theater an. Nach der Aufführung wird alles unter den fachkundigen Augen der Requisiten-Fachmänner wieder versorgt, und sie kontrollieren den Platz auf Liegengebliebenes. «Unseren Job haben wir gut gemacht, wenn die Zuschauer uns nicht bemerken», weiss Schönbächler. Solange sein Telefon nicht klingelt, ist alles gut.