EINSIEDELN: Das Kloster baut und baut

Das Kloster Einsiedeln baut an allen Ecken und Enden. Das kostet 28 Millionen Franken. Gestern wurden die Projekte vorgestellt.

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Das Modell zeigt das neue Musikhaus, das an die Nordostecke des Kloster-Hauptgebäudes (links) angefügt wird. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Das Modell zeigt das neue Musikhaus, das an die Nordostecke des Kloster-Hauptgebäudes (links) angefügt wird. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Pater Basil Höfliger ist als Dekan der Zweithöchste in der Hierarchie des Klosters Einsiedeln. Der unscheinbar wirkende Mönch ist derzeit ein grosser Bauherr. Er leitet eine ganze Reihe von Bauprojekten, die entweder schon im Gang oder geplant sind.

Schon bald fertiggestellt ist die Erneuerung des klösterlichen Pferdestalls. Er soll Ende dieses Jahres vollständig saniert sein. Ursprünglich rechnete das Kloster hier mit Kosten von 4,27 Millionen Franken. Dieses Geld ist bereits aufgetrieben. Hinzu kommen jetzt aber Mehrkosten von 640'000 Franken. Denn eine 240 Jahre alte Bruchsteinmauer muss aufwändiger saniert werden als angenommen.

Klosterladen und ein neues Musikhaus
Ebenfalls im Bau ist derzeit der neue Klosterladen. Er entsteht an der Südecke des Klosters bei der Alten Mühle. Damit der Laden für die Kunden gut erreichbar wird, gestaltet das Kloster auch den benachbarten Abteihof neu. Auf einer Fläche von 180 Quadratmetern will das Kloster im neuen Laden ab nächstem Jahr Bücher, Devotionalien, Kerzen und Klosterprodukte verkaufen. Der neue Laden wird 2,3 Millionen Franken kosten, welche das Kloster aus eigenen Mitteln aufbringt.

Bauen will das Kloster auch genau auf der entgegengesetzten Seite, an der Nordostecke des Hauptbaus. Dort steht am Ende des Studentenhofs heute das Musikhaus aus den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts. Bauweise und Raumeinteilung genügen nicht mehr. «Die Klostergemeinschaft hat deshalb beschlossen, ein neues Musikhaus zu bauen», sagte gestern Pater Basil Höfliger.

Klosterplatz-Sanierung kostet 8 Millionen Franken
Auf der dem Publikum abgewendeten Südseite der Klosteranlage liegt das alte Werkstättengebäude. Es soll zum Archiv und zur Musikbibliothek umgebaut werden. Hinzu kommen hier auch unterirdische Magazine. Hier sollen ab 2012 das umfangreiche Klosterarchiv und die Musiksammlung untergebracht werden.

Für weitere 8 Millionen Franken soll auch der Klosterplatz saniert werden. Dazu läuft eine Sammelaktion, die bisher 1,6 Millionen Franken einbrachte. Noch in diesem Jahr soll ein Projektwettbewerb gestartet werden.

620'000 Franken investierte das Kloster zudem in den Ausbau des Internats der Stiftsschule und in die Modernisierung von Schulzimmern. Dem Internat mit seinen derzeit 22 Schülern stehen jetzt 14 neue Einzelzimmer zur Verfügung.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.