EINSIEDELN: Den Anwohnern stinkts: Anlage stillgelegt

Im Spätsommer 2008 wurde die Schlammtrocknungs-Anlage der ARA Einsiedeln in Betrieb genommen. Von Anfang an störten die Gerüche die Anwohner. Nun ist die Anlage vorübergehend stillgelegt.

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Informationsveranstaltung 2008 bei der Inbetriebnahme der Klärschlamm-Trocknungsanlage in Einsiedeln. (Archivbild Neue SZ)

Informationsveranstaltung 2008 bei der Inbetriebnahme der Klärschlamm-Trocknungsanlage in Einsiedeln. (Archivbild Neue SZ)

Im Spätsommer 2008 wurde in der Abwasserreinigungsanlge (ARA) Einsiedeln die solare Schlammtrocknungsanlage in Betrieb genommen. In der Anlage wird Schlamm nach der Entwässerung in ein Glashaus gebracht, wo er durch die Bodenheizung und mit Sonnenenergie getrocknet wird.

Wie es in einer Mitteilung des Bezirksrates Einsiedeln heisst, seien bereits im Herbst 2008 erste Reklamationen wegen dauernder Geruchsbelästigung aus der Nachbarschaft eingegangen. Mit Parfum oder dem Einsatz zusätzlicher UV-Brenner sollten die Gerüche verschwinden – ohne Erfolg. Auch eine Abluftbehandlung der Trocknungsanlage sei geprüft worden, genau wie ein Einsatz von Chemie. Auch diese Varianten wurden aus verschiedenen Gründen wieder verworfen.

Im Sommer 2009 entschied sich der Bezirksrat laut Mitteilung für eine Abluftbehandlung mit einem Biofilter. Bis zur Inbetriebnahme des Biofilters ist es jedoch nicht möglich, die Geruchsimmissionen zu vermindern. Daher wurde die Schlammtrocknungs-Anlage nun ausser Betrieb genommen. Die Wiederinbetriebnahme erfolgt voraussichtlich im Januar 2011, nach dem Einsatz des Biofilters. Die entstehenden Mehrkosten können über die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung finanziert werden.

ana