EINSIEDELN: Der Katzenstrick kämpft ums Überleben

Der Kunstraum Katzenstrick steht zur Disposition. Schwyz Kultur+ hat das Atelierstipendium per Ende Jahr sistiert. Es soll ein neues Konzept erarbeitet werden.

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Der Kunstraum Katzenstrick. (Bild Fredi Zehnder/Neue SZ)

Der Kunstraum Katzenstrick. (Bild Fredi Zehnder/Neue SZ)

Seit Jahren wird die Weiterführung des 1996 lancierten Kunstraums auf dem Katzenstrick immer wieder in Frage gestellt.

Kritikpunkte waren die Abgeschiedenheit des Ortes, die geringe Resonanz in der Bevölkerung und die immer kleinere Zahl von Schwyzer Künstlerinnen und Künstlern, die sich für ein Stipendiat beworben haben.

Neukonzept erarbeiten
Am vergangenen Mittwoch diskutierten die Trägerin, Schwyz Kultur+, die federführende Arbeitsgruppe Katzenstrick sowie Vertreter der kantonalen Kulturkommission die Zukunft des Kunstraumes. Sie kamen zum Entscheid, den Kunstraum und das Atelierstipendium in seiner jetzigen Form per Ende Jahr zu sistieren und ein neues Konzept zu erarbeiten. Gemäss Hermann Betschart, Präsident von Schwyz Kultur+, ist der Entscheid einstimmig gefallen.

Im Zuge der Erarbeitung eines Neukonzeptes soll eine umfassende Bedürfnisabklärung erfolgen. Betschart: «Wir und auch der Kanton, der den Kunstraum finanziell unterstützt, müssen uns klar werden, was wir wollen.» Für den Einsiedler Primarlehrer und designierten Bezirksstatthalter sind verschiedenste Optionen denkbar. Sie reichen von der Weiterführung eines Ateliers im bisherigen Rahmen über eine Ausdehnung auf weitere Kunstrichtungen, bis zur Verlegung an einen anderen Ort oder die Reduktion auf Ausstellungsräumlichkeiten. Mitentscheidend dürfte sein, ob der seit Jahren angestrebte Künstleraustausch mit dem Ausland zu Stande kommt.

Fredi Zehnder

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.