EINSIEDELN: Die Bahnhofnutzung wird neu überdacht

Wie wird das Einsiedler Bahnhofareal künftig genutzt? Die Südostbahn und der Bezirk Einsiedeln suchen Antworten auf diese Frage.

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Zentral gelegen – und von zentraler Bedeutung: das Einsiedler Bahnhofareal. (Bild Franz Kälin/Neue SZ)

Zentral gelegen – und von zentraler Bedeutung: das Einsiedler Bahnhofareal. (Bild Franz Kälin/Neue SZ)

«Der Bahnhof und der Bahnhofvorbereich sind für Bahnreisende die Visitenkarte von Einsiedeln», hält die Südostbahn in einem Grundsatzpapier fest. Glücklich ist sie mit der heutigen Situation allerdings nicht, vermag sie «sowohl aus gestalterischer als auch organisatorischer Sicht nicht zu überzeugen».

Fünf Architekturbüros reichten ihre Vorschläge ein
Nachdem mit den beiden Grundstücknachbarn Post und Bezirk Einsiedeln Gespräche geführt wurden, hat die federführende SOB die Diskussion um die Nutzung des Einsiedler Bahnhofareals im April dieses Jahres lanciert. Dazu erteilte sie an fünf ausgewählte Architekturbüros den Auftrag, ein Überbauungs- und Nutzungskonzept auszuarbeiten.

Deren Konzepte sollen auf einer offenen, gesamtheitlichen Betrachtung beruhen: Der Bearbeitungsperimeter umfasst nicht nur die seit zwei Jahren unzureichend genutzte Fläche des vormaligen Freiverlades inklusive Güterschuppen (5750 Quadratmeter), sondern das Bahnhofareal, inklusive Post, Bahnhof- und Sennhofplatz sowie – in Bahnhofnähe – Haupt- und Eisenbahnstrasse.

Bushof und insgesamt 160 Parkplätze in Bahnhofsnähe
Als Rahmenbedingungen für die Planung gesetzt sind ein Bushof mit sechs Anlegestellen, ein Taxistand für mindestens zwei Fahrzeuge, mindestens 100 Veloabstell- und drei Mobilityparkplätze sowie eine Entsorgungsstation. Zudem werden 56 Parkplätze beim Freiverlad, 54 auf dem Sennhofplatz, 17 vis-à-vis des Bushofes und 33 (inklusive Taxi) vor dem Bahnhofgebäude garantiert. Das ergibt ein Total von 160 Parkplätzen im direkten Umfeld des Bahnhofs.

Die SOB erwähnt, dass der Miteinbezug des Bahnhofgebäudes «nicht im Vordergrund» steht und eine mögliche Überbauung der Gleisanlagen kein Bestandteil der jetzigen Aufgabenstellung ist. Prioritär zu behandeln sind die ehemalige Freiverladezone mit Güterschuppen sowie das Postgebäude. Diese Liegenschaft misst 733 Quadratmeter.

Anfang Oktober wird informiert
Als Wettbewerbssieger hat das Preisgericht die Halter Architekten AG aus Rapperswil erkoren – und zwar einstimmig. Deren Konzept 3 Klang weise «die meisten Vorteile auf» und wird sodann zur Weiterbearbeitung empfohlen. Es bildet auch die Grundlage für eine notwendige Umzonung des Areals von der öffentlichen Zone in eine entsprechende Bauzone. Über den Ausgang des Studienwettbewerbes sowie über die daraus gefolgerten Schlüsse werden Südostbahn und Bezirk Einsiedeln Anfang Oktober informieren.

Victor Kälin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.