EINSIEDELN: Die Fifa droht Brauereien mit einer Klage

Das hätte sich der Einsiedler Braumeister Alois Gmür nicht träumen lassen: Vor rund drei Wochen rief bei ihm der Weltfussballverband an – mit schlechten Neuigkeiten.

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Der Stein des Anstosses: Ausschnitt aus der bemängelten Bierettikette. (Bild pd)

Der Stein des Anstosses: Ausschnitt aus der bemängelten Bierettikette. (Bild pd)

Der Vorwurf: Die von ihm präsidierte Interessengemeinschaft unabhängiger Klein- und Mittelbrauereien hätte das Logo der Fifa ohne offizielle Bewilligung verwendet. Und zwar als Flaschenetikette eines Wettbewerbs, bei dem es unter anderem ein Nachtessen für zwei Personen im legendären Fifa-Restaurant Sonnenberg bei Starkoch Jacky Donatz zu gewinnen gibt. Gmür schätzt, dass die IG die Etikette rund fünf Millionen Mal verwendet hat – alleine seine Brauerei Rosengarten hat 500'000 Maisgold-Flaschen damit beklebt. Der Wettbewerb war bis zum Ende der Euro 08 geplant gewesen.

«Telefonate hin und her»
Die Fifa, so Gmür, hätte der Interessengemeinschaft mit einer Klage und der Einleitung des Verfahrens gedroht. Daraufhin suchten die Brauereien sofort das Gespräch mit dem Weltfussballverband. «Es gab einige Telefonate hin und her.» Letztlich siegte die Einsicht. Die Fifa verzichtet auf ihre Klage, die Klein- und Mittelbrauereien dürfen ihren Wettbewerb wie vorgesehen weiterführen. Alois Gmür ist sichtlich erleichtert, dass es nicht zu einem Prozess gekommen ist. «Ich weiss allerdings nicht, wie dieser geendet hätte. Dass die Fifa ihre Androhung nicht wahr machte, gibt Platz für Interpretationen.»

Doch Öl ins Feuer giessen möchte der Einsiedler Unternehmer natürlich nicht. Stattdessen hat er im Namen der IG eine Vertretung des Weltfussballverbandes zu einem versöhnlichen Nachtessen eingeladen – ins Fifa-Restaurant zu Starkoch Jacky Donatz. Ende gut, alles gut.

Victor Kälin

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.