EINSIEDELN: Die Schlammtrocknung im Gewächshaus

Der Bezirk Einsiedeln hat einen Teil seiner Kläranlage neu gebaut. Dieser neue Teil ist jetzt in Betrieb.

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Informationsveranstaltung 2008 bei der Inbetriebnahme der Klärschlamm-Trocknungsanlage in Einsiedeln. (Archivbild Neue SZ)

Informationsveranstaltung 2008 bei der Inbetriebnahme der Klärschlamm-Trocknungsanlage in Einsiedeln. (Archivbild Neue SZ)

Beim Rabennest ausserhalb des Dorfes Einsiedeln konnte am vergangenen Wochenende gefeiert werden: Der Bezirk konnte die neue Klärschlammtrocknungs-anlage offiziell in Betrieb nehmen. Getrocknet wird das Abfallprodukt der Einsiedler Kläranlage, jährlich etwa 1200 Tonnen Klärschlamm. Die Trocknung findet neu weit gehend auf dem beheizten Boden eines gewächshausähnlichen gläsernen Gebäudes statt. Dem Klärschlamm wird hier das Wasser entzogen, sodass nach dem Vorgang nur noch etwa 300 Tonnen Material anfällt. Dies erfordert pro Jahr lediglich noch etwa 12 Abtransporte, nicht mehr deren 50 wie bisher.

Die Trockensubstanz kann schliesslich als wertvolle zusätzliche Brennenergie bei der Zementherstellung verwertet werden. Der Brennwert von getrocknetem Klärschlamm entspricht ungefähr demjenigen von Kohle. Mit dem Biogas, das durch den Faulprozess in den Vergärungstanks entsteht, werden zwei Gasmotoren betrieben. Einer sorgt für die Belüftung der Klärbecken, der andere treibt einen Generator an und erzeugt so Strom.

Die Bauzeit für die Anlagenerneuerung dauerte ein Jahr. Gekostet haben die Neubauten rund 4 Millionen Franken. Trotz der hohen Investitionen kann gemäss Aussagen von Verantwortlichen per 2009 eine Reduktion der Abwassergebühren in Aussicht gestellt werden.

red

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.