EINSIEDELN: Ehrenprofessorentitel sorgt für Knatsch

Der Einsiedler Mediziner Matthias Speck soll einen fragwürdigen russischen Professorentitel tragen. Er bestreitet dies.

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Matthias Speck: «Ich bin verwundert, dass nach fünf Jahren Tätigkeit im Kanton Schwyz und am Regionalspital Einsiedeln Fragen zu meiner Ehrenprofessur auftauchen.» (Bild pd)

Matthias Speck: «Ich bin verwundert, dass nach fünf Jahren Tätigkeit im Kanton Schwyz und am Regionalspital Einsiedeln Fragen zu meiner Ehrenprofessur auftauchen.» (Bild pd)

«Der Papierli-Professor» titelte «Der Beobachter» in seiner letzten Ausgabe. Gemeint ist der in Einsiedeln wohnhafte Mediziner Matthias Speck. Speck ist Facharzt für orthopädische Chirurgie und Sportmedizin. Er führt in Pfäffikon die Gruppenpraxis Swiss-Klinik und operiert an der renommierten Klinik Pyramide in Zürich und am Regionalspital Einsiedeln.

Eine Ehrenprofessur
Gemäss «Beobachter» schmückt sich Speck «mit einem fragwürdigen Professorentitel aus Russland». Die Zeitschrift hat ihre Recherchen auf einen anonymen Brief hin aufgenommen. In diesem wird Speck vorgeworfen, er habe seinen Professorentitel in Russland gekauft. Der Anwalt des Arztes bezeichnet diese Vorwürfe im «Beobachter» als «sehr ehrverletzend und verleumderisch». Zahlungen für solch einen Titel seien nicht geleistet worden. Vielmehr habe Speck im Jahr 2002 von der medizinischen Kammer der Universität St. Petersburg offiziell den Titel Professor honoris causa (Prof. h.c.) verliehen bekommen.

Nachforschungen in Russland lassen den «Beobachter» indes zweifeln. Sowohl der Geschäftsführer der medizinischen Kammer in St. Petersburg als auch der wissenschaftliche Sekretär der Attestierungskommission geben sich gegenüber der Zeitschrift unwissend. Ebenfalls ziehen sie die Verleihungsurkunde Specks in Zweifel.

Fredi Zehnder

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.