Er konnte sechs Orte rund um Einsiedeln nicht benennen – Professor ficht Einbürgerungsentscheid nicht an

Der amerikanische Professor Irving J. Dunn, dem die Bezirksversammlung Einsiedeln den Schweizer Pass verwehrt hatte, ficht den Entscheid nicht an. Er bestätigte am Freitag Medienberichte. Ein juristisches Verfahren sei teuer und dessen Ausgang unsicher.

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Bild: PD

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Dunn hätte innerhalb von zehn Tagen den Entscheid der Bezirksversammlung vom Montag beim Schwyzer Verwaltungsgericht anfechten können. Er will nun aber nicht gegen den Entscheid opponieren, auch aus Rücksicht auf die Befindlichkeit der Bevölkerung, wie er ausführte.

Dunn erwägt aber, allenfalls einen neuen Anlauf zur Erlangung des Schweizer Bürgerrechtes zu nehmen. Peter Eberle, Landschreiber des Bezirks Einsiedeln, sagte auf Anfrage, dass es keine Wartefrist gebe, um ein neues Gesuch zu stellen. Wie das Verfahren im Falle von Dunn ablaufen würden, sei aber noch nicht abgeklärt worden.

Die Bezirksversammlung von Einsiedeln hatte das Einbürgerungsgesuch des 75-Jährigen, der seit 39 Jahren in Einsiedeln lebt, auf Antrag des Bezirksrates abgelehnt. Dies war vor allem damit begründet worden, dass der Gesuchsteller beim Einbürgerungsgespräch die kommunalen Verhältnisse nicht gut genug gekannt habe.

Der Einsiedler Entscheid hatte hohe Wellen geworfen. Er hoffe, dass sein Fall einen Einfluss auf das System habe, sagte Dunn.

sda