Einsiedeln heisst Bürokratie-Initiative gut

In Einsiedeln hat die Bürokratie-Initiative der FDP ein deutliches Resultat erzielt. Sie wurde mit 2432 Stimmen klar angenommen.

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Die Initiative für ein neues, schlankes und unbürokratisches Baureglement wurde gut geheissen. 2432 Stimmberechtigte nahmen die Initiative der FDP an. 1434 Stimmberechtigte lehnten die Initiative ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 40,02 Prozent.

Der Bezirksrat war gegen die Initiative. Er hätte lieber ein eigenes, neues Baureglement zusammen mit einem neuen Nutzungsplan in Kraft gesetzt. Den Initianten von der FDP allerdings missfällt in diesem Baureglement vor allem eine Neuerung: Der Bezirk hätte bei heiklen Bauvorhaben in der Dorfkernzone oder im Sichtbereich von künstlerisch oder geschichtlich wertvollen Stätten oder Bauten künftig einen Gestaltungsbeirat beiziehen wollen. Diesen lehnt die Initiative jedoch ab. Gemäss Initianten hätte die Gefahr bestanden, «dass in diesem Gremium selbst ernannte Fachleute von ausserhalb oder politische Kreise Einsitz nehmen werden, die weder ein Verständnis für die Volksseele noch für die geschichtlich gewachsenen Eigenheiten von Einsiedeln haben».

Bauen und Baubewilligungen sind in Einsiedeln ein heikles Thema. Vor einem Jahr wurde bekannt, dass dort in den letzten Jahren 50 Wohnungen ohne Bewilligung ausgebaut wurden, darunter auch jene der damaligen Bauvorsteherin.

Auch die anderen drei Vorlagen wurden angenommen. Die Resultate lauten wie folgt:
- Projektierungskredit für den Bau des Schulhauses Herrenmatte: 2252 Ja, 1712 Nein
- Neubau des Schulhauses Euthal: 2613 Ja, 1381 Nein
- Leistungsvereinbarung für Jugend- und Familienberatung: 2090 Ja, 1822 Nein

rem/sab