Einsiedeln: Interesse am Kloster ist ungebrochen

Sinds 200 000 oder gar eine halbe Million? Dank neuer Software kann das Kloster Einsiedeln erstmals verlässliche Zahlen liefern.

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2007 ist das Jahr, in welchem das Kloster Einsiedeln seine Besucherzahlen so exakt wie noch nie erfassen konnte. Das neue elektronische Reservationssystem bringt für die Wallfahrtsleitung nicht nur eine wesentliche Effizienzsteigerung, sondern erstmals auch verlässliche Statistiken.

17 verschiedene Sprachen
Im vergangenen Jahr besuchten nicht weniger als 1085 Gruppen mit insgesamt 80'000 Personen das Kloster in Einsiedeln. Dominierend sind Anmeldungen aus dem deutschsprachigen Raum (Schweiz, Deutschland, Österreich). Dass die Ausstrahlung der Einsiedler Abtei sehr international ist, zeigt sich an der Anzahl der verschiedenen Sprachen: Gruppen aus nicht weniger als 17 Sprachräumen besuchten im Vorjahr das Kloster. Das Spektrum reicht von Italienisch und Polnisch über Tamilisch bis hin zu Chinesisch und Philippinisch.

Eine zweite verlässliche Grösse zur Bestimmung der Pilger- und Besucherfrequenzen ist die Zahl der Kommunionen. Rund 200'000 Hostien hat das Kloster im letzten Jahr den Gläubigen ausgeteilt, was dort mit insgesamt 200'000 Besuchern gleichgesetzt wird. Eine dritte, statistisch allerdings nicht erfasste Kategorie sind all jene Besucher ausserhalb der Gottesdienste, die zu Gebet oder Konzerten nach Einsiedeln kommen, oder um einfach eine Kerze anzuzünden. 

Das dürften gemäss Schätzung von Wallfahrtspater Kolumban Reichlin «vielleicht noch einmal 200'000 Personen sein». Womit das Total rund 400'000 Besucher pro Jahr erreichen würde.

Victor Kälin / Neue SZ