EINSIEDELN: Kloster nimmt rund 30 Asylsuchende auf

Das Benediktinerkloster in Einsiedeln stellt sich vorübergehend als Asylunterkunft zur Verfügung. Ab Anfang Oktober bis Ende Dezember will es rund 30 Flüchtlinge aufnehmen. Der Kanton Schwyz hatte das Kloster angefragt.

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Von Anfang Oktober bis Ende Dezember können bis zu 40 Asylsuchende beim Kloster Einsiedeln leben. (Bild: Archiv Neue LZ)

Von Anfang Oktober bis Ende Dezember können bis zu 40 Asylsuchende beim Kloster Einsiedeln leben. (Bild: Archiv Neue LZ)

Pater Lorenz Moser bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda einen Bericht des «Einsiedler Anzeigers» vom Freitag. Die Asylsuchenden sollen in dem zum Kloster gehörenden Holzhof untergebracht werden. Das Gebäude nutzen die Benediktiner sonst zur Unterbringung von Pilgern oder Schulklassen.

Bei den Asylsuchenden handelt es sich gemäss dem Kloster-Sprecher vor allem um Jugendliche aus Eritrea. Die Religionszugehörigkeit spiele keine Rolle. Das Kloster biete Hand für das Zusammenleben verschiedener religiöser Gruppierungen, sagte Moser.

Das Kloster sei vom Kanton Schwyz offiziell angefragt worden, ob es Asylbewerber aufnehmen könnte, sagte Moser weiter. In der Abtei sei bereits mehrmals in der Vergangenheit einzelnen Asylsuchenden Unterschlupf gewährt worden, allerdings noch nie ganzen Gruppen.

Wie das SRF-Regionaljournal berichtete, führt auch das Frauenkloster Ingenbohl Gespräche mit der Gemeinde für eine mögliche Unterbringung von Asylsuchenden. Weiter wollte sich das Schwyzer Kloster nicht dazu äussern.

sda