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EINSIEDELN: Klosterplatz soll in altem Glanz neu erstrahlen

Einsiedeln lanciert ein Grossprojekt von überregionaler Bedeutung: Der Klosterplatz wird saniert – für einen zweistelligen Millionenbetrag. Ein Zürcher Architekt erhält den Zuschlag.
Soll noch an Imposanz gewinnen: Der Klosterplatz Einsiedeln. (Bild pd)

Soll noch an Imposanz gewinnen: Der Klosterplatz Einsiedeln. (Bild pd)

Der Klosterplatz Einsiedeln mit seinen 40'000 m2 ist – nach dem Petersplatz in Rom, dem er nachempfunden wurde – der zweitgrösste und -wichtigste Kirchenvorplatz Europas. Der sich teilweise im Besitz des Klosters, teilweise im Besitz des Bezirkes Einsiedeln befindende Platz wurde im Laufe seiner 270-jährigen Geschichte immer stärker verbaut, sodass seine ursprüngliche beeindruckende Grösse und Bedeutung heute nicht mehr erfassbar sind, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Teile des Platzes seien in schlechtem baulichem Zustand (siehe Bild unten) und entsprechend nicht behindertengerecht.

Wichtige Bedeutung zurückgeben
Auf Initiative des Klosters Einsiedeln und des Bezirks hin sollen daher Kloster- und Hauptplatz Einsiedeln saniert und neu gestaltet werden. Dies mit dem Ziel, dem Gesamtplatz die Bedeutung zurückzugeben, die zur Klosteranlage und zu Einsiedeln als meistbesuchtem Wallfahrtsort der Schweiz passen.

Den im Sommer ausgeschriebenen Studienauftrag hat das «Team Vogt» gewonnen. Dieses setzt sich zusammen aus dem Büro Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich, Romero & Schaefle Architekten AG, Zürich, und dem TEAMverkehr.zug, Cham. Dazu Martin Weishaupt, Kantonsarchitekt von Schwyz und Vorsitzender des Beurteilungsgremiums: «Das Beurteilungsteam hat den Projektentwurf des Büros Vogt Landschaftsarchitekten empfohlen. Ausschlaggebend dafür sind die sehr gute Grundkonzeption im Masterplan und die Qualität des eigentlichen Klosterplatzes.» Die Architekten wollen einen «gut proportionierten 'Platz im Platz' schaffen, der das Verhältnis zwischen Dorf und Kloster klar definiert».

Platz als «Ort der Begegnung»
Abt Martin Werlen betont die Bedeutung des Projektes für die Zukunft der Region Einsiedeln: «Der Klosterplatz soll als Ort der Begegnung von Menschen gestärkt werden und das Miteinander von Dorf und Kloster fördern. So wird ein Ort mit noch grösserer Anziehungskraft für Pilger und Besucher entstehen.» Beat Bisig, Bezirksammann von Einsiedeln, sagt: «Wichtig wird die Flexibilität in der Umsetzung sein. Wir wollen die vielfältigen Wünsche bestmöglich abdecken, die von verschiedenen Seiten an den Klosterplatz gestellt werden, ohne die einmalige historische Chance zu verpassen.»

Das Siegerkonzept wird weiterbearbeitet und im Detail geplant. Bis Ende 2010 wird als erstes Teilprojekt der Abteihof saniert, der Klosterplatz soll ab 2011 folgen. Der Zeitplan für Hauptplatz, Paracelsuspark und Weisswindgarten wird in den entsprechenden Gremien des Bezirks diskutiert. In der Folge wird die Bevölkerung von Einsiedeln über den finanziellen Beitrag zum Hauptplatz abstimmen.

scd

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