EINSIEDELN: Schanze zum Schnäppchenpreis versteigert

Sie war schnell verkauft, die Schanzenanlage in Einsiedeln. Nun fragt man sich: Was tut ein Baugeschäft mit einer Skischanze?

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Die Schanze Eschbach am Tag der Versteigerung. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Die Schanze Eschbach am Tag der Versteigerung. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Für 120 000 Franken wurde die Schanzenanlage im Einsiedler Eschbach der Auf der Maur Söhne AG aus Schwyz zugeschlagen. Das Baugeschäft mit Filiale in Einsiedeln war am Bau der Anlage beteiligt. Und ist zusammen mit anderen Handwerkern Gläubigerin im ersten Rang. Laut Konkursamt sind rund 4,4 Millionen Franken an Forderungen grundpfandgesichert. Total wurden Forderungen von 8,7 Millionen Franken eingereicht.

Etwas überrascht zeigte sich nach der Versteigerung der Geschäftsführer der Auf der Maur Söhne AG, Marcel Meier. «Ich hätte nicht gedacht, dass die Sache so schnell und so günstig über die Bühne geht.» Eigentlich hätte er mehr Bieter erwartet. Anwesend waren gestern im Hotel Drei Könige in Einsiedeln zum eine Stunde dauernden Akt zwar rund 100 Personen. Ernsthaft aufs Gesamtpaket geboten aber wurde lediglich von dreien. Das Paket umfasst die gesamte Schanzenanlage, die auf drei Grundstücken errichtet wurde.

Springen gesichert
«Die Springen, die bereits angesetzt sind, die werden durchgeführt», sagte Marcel Meier. Es sei allerdings nicht Kernaufgabe eines Baugeschäfts, längerfristig eine Schanze zu betreiben. Man suche deshalb das Gespräch mit möglichen Partnern. Wer das sein könne, das sei noch nicht klar.

«Auch ein Weiterverkauf ist nicht ausgeschlossen», so Meier. Er habe zwar gewisse Vorstellungen, die wolle er aber noch nicht bekannt geben. Erst werde er mit seinen Partnern aus der Arbeitsgemeinschaft der Handwerker in Klausur gehen und beraten, wie man in Zukunft das Skispringen auf der Anlage sicherstellen könne.

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.