EINSIEDELN: Touristen in der Region halten

Landwirt Tobias Kälin registriert im Altberg eine Zunahme von Besuchern. Für diese soll es zukünftig eine Übernachtungsmöglichkeit vor Ort geben.

Patrizia Pfister
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Das Baugespann für die Remise ist erstellt. Die Aussicht aus dem Backpacker zeigt in Richtung Schwantenau ein schönes Panorama. (Bilder Patrizia Pfister)

Das Baugespann für die Remise ist erstellt. Die Aussicht aus dem Backpacker zeigt in Richtung Schwantenau ein schönes Panorama. (Bilder Patrizia Pfister)

Beim Bauamt Einsiedeln liegt ein Projekt für einen Remise-Neubau auf. Der Betrieb von Tobias und Maria Kälin ist mit 42 Hektaren sehr gross, und mit dem Abbruch der Scheune wird eine neue Remise nötig. Um sich einen Nebenerwerb auf dem eigenen Hof zu sichern und auch seinen Kindern für die Zukunft Möglichkeiten zu eröffnen, entschloss sich der Besitzer, im oberen Geschoss der neuen Remise zudem ein Backpacker Hostel, zu Deutsch Unterkunft für Familien und Rucksacktouristen, einzurichten. In drei Räumen mit je zehn Betten können Gruppen oder Einzelpersonen übernachten.

Touristen in den Altberg locken

Auf die Gründe für das Backpacker-Projekt angesprochen, erklärt der Landwirt: «Durch die Feuerstelle kommen immer mehr Leute auf den Altberg», das jedoch nur im Sommer. Ausser der Grillstelle sei die vorhandene Infrastruktur für Besucher leider sehr beschränkt. Er sieht die Nachfrage nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Er möchte mehr Personen, aber nicht mehr Verkehr, in Richtung Altberg locken. Der geplante Neubau der Remise bietet dafür die optimale Möglichkeit.

Zuerst Remise, dann Hostel

Der Bau der Remise ist, wenn alles gut läuft, für nächsten Frühling geplant. Der obere Stock, wo das Backpacker zu stehen kommt, bleibt sicher noch ein Jahr im Rohbau. Im Winter 2014/15 würde der Ausbau für das Hostel erfolgen, wobei Tobias Kälin einen grossen Teil der Arbeiten selber erledigen wird. «Wenn man etwas Eigenes bauen kann, macht es einem auch viel mehr Freude», ist er überzeugt.

Das Zielpublikum des Backpackers sei vielfältig, einerseits Schulklassen, Wanderer, Jakobspilger und im Winter auch Schneeschuhläufer. Auch in den Wintermonaten habe er bisher schon vermehrt Anfragen von Naturliebhabern erhalten. Die Nachfrage der Touristen sei also da. «Der Zugang zur Schwantenau und der Ausblick ist einmalig von hier oben.»

Die Gäste kommen zu Fuss

Angesprochen auf die Verkehrssituation meint Kälin: «Für einen oder zwei Tage kann man sein Gepäck selber vom Parkplatz Rabennest oder direkt aus Biberbrugg hinauftragen.» Es sei nämlich nicht die Meinung, dass die Gäste mit ihrem Privatauto anreisen. Auch Jakobspilger könnten vom Etzel her direkt in Richtung Altberg wandern. Für längere Aufenthalte wäre es möglich, für das Gepäck eine Art Shuttlebus zu organisieren. Das wäre kein Problem, ist der Landwirt überzeugt.

Neben den Übernachtungen werden im Backpacker auch Frühstück und Lunchpakete angeboten. Es gebe keine Rezeption, die Reservationen und so weiter würden über Telefon und E-Mail laufen.

Bisher hatte Tobias Kälin betreffend seine Backpacker-Pläne noch keinen Kontakt mit Tourismusorganisationen. «Da sicher noch zwei Jahre vergehen, bis wir eröffnen, bleibt dafür noch genug Zeit.»