Einsturzgefahr auf gefrorenen Gewässern

Aufgrund der niedrigen Temperaturen in den letzten Tagen und Wochen sind kleinere Gewässer in der Zentralschweiz zugefroren. Das Eis ist jedoch noch zu wenig dick - es besteht Einsturzgefahr.

Drucken
Teilen
Nicht alle halten sich an das Verbot, gefrorene Seen zu betreten. Hier ein Bild vom Ägerisee aus dem Jahr 2006. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Nicht alle halten sich an das Verbot, gefrorene Seen zu betreten. Hier ein Bild vom Ägerisee aus dem Jahr 2006. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Die Zuger Polizei hat am Dienstag auf dem Zugerberger Löschweiher und dem Steinhauser Waldweiher Eisproben genommen. Die Analyse dieser Proben hat ergeben, dass das Eis nicht dick genug ist. Deshalb warnt die Polizei davor, gefrorene Gewässer zu betreten. Das Eis sei zu dünn und könnte einbrechen, wie die Zuger Polizei in einer Medienmitteilung schreibt.

«Seegfrörni» unwahrscheinlich
Bis ein grösserer See zufriert, müsste es jedoch noch mehrere Wochen so kalt bleiben wie jetzt. Damit sich auf dem See eine Eisfläche bilden kann, muss sich das gesamte Seewasser auf eine Temperatur von 3,8 Grad abkühlen. Dafür sind bei grösseren Seen mehr als 300 Eistage nötig. Bisher waren es im Flachland aber nicht einmal 100. Da es in den nächsten Tagen wieder wärmer wird, ist es sehr unwahrscheinlich, dass grosse Seen wie der Vierwaldstättersee zufrieren.

pd/das

Eistage lassen sich aus der Tages-Durchschnittstemperatur errechnen. Ist es an einem Tag durchschnittlich -4 Grad kalt, ergibt das 4 Eistage.

das