Eiskletterer lösen Grosseinsatz aus

Im Moutathal wurde aufgrund von Materialfunden auf einem Lawinenkegel ein Grosseinsatz von Rettungskräften ausgelöst. Der gesuchte Alpinist hielt sich zur gleichen Zeit wohlbehalten im Tessin auf.

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Am Samstag ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz um 10:30 Uhr die Meldung eines Skitourengängers ein. Der Mann hatte im Gebiet Liplisbüel im Muotathal auf einem Lawinenkegel einen Rucksack gefunden.

Wie die Schwyzer Kantonspolizei weiter schreibt, wurden aufgrund dieser Meldung die REGA sowie die Alpine Rettung Schweiz alarmiert, die mit einem Grossaufgebot von 30 Personen und zwei Hundeführern mit mehreren Hubschraubern ins Gebiet Liplisbüel flog. Bei der Suche auf dem Lawinenkegel konnten weitere Gegenstände – einen Skischuh, Handschuhe, Eispickel – gefunden werden, nicht jedoch Personen.

Ermittlungen hätten schliesslich zum Eigentümer des Rucksackes geführt, einem 33-jährigen Schweizer, so die Polizei weiter. Dieser habe wohlbehalten im Kanton Tessin lokalisiert werden können, schreibt die Polizei. Er erklärte gegenüber den Rettungskräften, dass er sich vor Wochenfrist zusammen mit einem Begleiter im fraglichen Gebiet zum Eisklettern aufgehalten habe. Dabei sei ein Teil seines Materials von einer Lawine mitgerissen worden.

Wie die Schwyzer Kantonspolizei weiter mitteilt, habe aufgrund dieser Meldung die Suchaktion gegen 13:45 Uhr abgebrochen werden können. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Lawinenabgänge kombiniert mit Materialverlusten unbedingt der Polizei zu melden sind. Hier hätte damit der Grosseinsatz der Rettungskräfte verhindert werden können.

pd /kst