ELEKTRIZITÄT: Ob der Strom aufschlägt, ist noch offen

Vielerorts wird der Strom massiv teurer. Wie stark der Aufschlag Innerschwyz treffen wird, ist noch offen.

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Rolf Inderbitzin, Direktor des Elektrizitätswerks des Bezirks Schwyz, im Maschinensaal des Kraftwerks Wernisberg in Schwyz. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Rolf Inderbitzin, Direktor des Elektrizitätswerks des Bezirks Schwyz, im Maschinensaal des Kraftwerks Wernisberg in Schwyz. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

«Eigentlich möchten wir nicht schon wieder aufschlagen», sagt Rolf Inderbitzin, Direktor des Elektrizitätswerks des Bezirks Schwyz (EBS). Denn sein Bezirkswerk hat erst im vergangenen Herbst die Strompreise um durchschnittlich 6 Prozent erhöht. «Aber wir sind derzeit auch am Rechnen.»

Denn mit dem neuen Stromversorgungs-gesetz des Bundes komme ein Berg von Mehrkosten auch auf das EBS zu, sagt der Direktor. «Es kann sein, dass wir einen Teil davon als Preiserhöhung weitergeben müssen. Unsere Preiserhöhung würde aber nicht so hoch sein wie bei anderen Werken.» Bis Ende August wisse man mehr. Andere Stromversorger kündigen derzeit Preiserhöhungen um bis zu 20 Prozent an.

Eigener Strom kann die Kostensteigerung nur begrenzt abfedern
Inderbitzin beziffert die von aussen auf das EBS wirkenden Mehrkosten auf «gegen eine Million Franken». Dies hängt weit gehend damit zusammen, dass mit dem neuen Stromversorgungsgesetz eine neue Netzgesellschaft geschaffen wurde, die Swissgrid. Sie ist neu schweizweit zuständig für den Betrieb des Höchstspannungsnetzes. Dafür verlangt Swissgrid ab 2009 hohe Beträge von den Elektrizitätswerken und Stromverkäufern.

Durch die Produktion von günstigem eigenem Strom könne das EBS die von aussen her kommende Kostensteigerung etwas abfedern, führt der EBS-Direktor weiter aus. Immerhin kann das EBS im Jahresdurchschnitt den Strombedarf für sein Versorgungsgebiet zu drei Vierteln mit dem selbst erzeugten Strom der Muota-Kraftwerke decken. Letztes Jahr war dies im Sommer zu 95 Prozent der Fall; im Winter allerdings musste das EBS etwa die Hälfte des verteilten Stroms auswärts einkaufen.

Bereits am 1. April gabe es eine Strompreiserhöhung
Das Elektrizitätswerk des Bezirks Schwyz (EBS) versorgt die Gemeinden Schwyz, Muotathal, Steinen, Sattel, Unteriberg, Lauerz und Illgau mit Strom. Der andere Innerschwyzer Stromversorger ist die CKW-Tochterfirma Elektrizitätswerk Schwyz (EWS). Sie liefert Strom im Bezirk Küssnacht, Gersau, Ingenbohl, auf dem Stoos, in Oberiberg, Alpthal, Rothenthurm, Steinerberg und auf der Rigi.

Die CKW-Tochter EWS will ihre Strompreise auf Anfang 2009 erhöhen. Um wie viel, steht ebenfalls noch nicht fest. Eine Strompreiserhöhung um 7,5 Prozent hat das EWS schon am vergangenen 1. April bei Haushalts-, Landwirtschafts- und Gewerbekunden vorgenommen.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.