Elektrofahrzeuge als dezentrale Stromspeicher

An einer Tagung von Electrosuisse in Pfäffikon waren sich die Experten einig: Weil Wind- und Sonnenenergie nur schwer planbar sind, werden dezentrale Stromspeicher an Bedeutung gewinnen. Elektroautos könnten eine Lösung sein.

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Stromspeicher werden in den kommenden Jahren einen Aufschwung erfahren, darin waren sich Experten an der Dreiländertagung des Elektro-Branchenverbands Electrosuisse am Donnerstag in Pfäffikon SZ einig. So diskutierten sie auch über Elektroautos als dezentrale Stromspeicher.

Alternativen zur Atomstromgewinnung würden von etlichen Variablen abhängen, Wind- und Sonnenenergie beispielsweise sei schwer planbar. Somit gewinne der Anteil von dezentralen Speichern zunehmen an Bedeutung, schreibt Electrosuisse in einer Medienmitteilung zur Tagung, die noch bis Freitag dauert.

Durch ihre Lage im Herzen Europas und aufgrund ihrer topografischen Eigenheit verfüge die Schweiz über ideale Voraussetzungen, als «Batterie Eurpas» zu fungieren, heisst es weiter. Seit Jahrzehnten würden Schweizer Energieunternehmen mit Pumpspeicherwerken Dienstleistungen auch für Nachbarländer anbieten.

Momentan aber seien nur Pumpspeicherwerke in der Lage, Kapazitäten im grossen Massstab abzudecken. An der Dreiländertagung zum Thema «Energiespeicher - Die Schweiz, die Batterie Europas» wurde unter anderem darüber diskutiert, dass künftig vermehrt auch dezentral installierte, kleinere Speicher zum Einsatz gelangen könnten.

So genannte Smart-Grid-Lösungen, also beispielsweise temporäre Speicherung von Strom in Elektromobilen, würden zwar noch in den Kinderschuhen stecken. Nach Ansicht der Tagungsteilnehmer würden solche Lösungen aber interessante Perspektiven bieten.

sda/bep