Elektrosmog-Belastung steigt wieder an

In der Zentralschweiz ist die Belastung durch Elektrosmog im 2009 und 2010 leicht angestiegen. Die Grenzwerte wurden jedoch nicht überschritten.

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Der Gebrauch von Smartphones sorgt für mehr Elektrosmog. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Gebrauch von Smartphones sorgt für mehr Elektrosmog. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ende 2008 ging die Elektrosmogbelastung in der ganzen Zentralschweiz deutlich zurück, weil der starke Mittelwellensender Beromünster LU abgeschaltet wurde. Inzwischen steigt sie wieder leicht an, wie die Zentralschweizer Umweltdirektorenkonferenz (ZUDK) am Mittwoch informierte.

Das hat laut ZUDK vor allem zwei Gründe: Zum einen wurden neue Mobilfunk-Basisstationen gebaut, und zum anderen senden mehrere Basisstation mit einer höheren Leistung als früher. Ursache dafür ist die zunehmende Nutzung von mobilem Internet und sogenannten Smartphones.

Drei Viertel von Mobilfunkstationen

Die Resultate der Überwachung zeigen, dass drei Viertel des Elektrosmogs im Freien von Mobilfunk-Basisstationen verursacht werden. Radio, Fernsehen und Sicherheitsfunkdienste sind für das restliche Viertel verantwortlich.

Die Elektrosmogbelastung ist in der Nacht zwischen 5 und 20 Prozent schwächer als am Tag. An Wochenenden ist die Belastung ebenfalls leicht tiefer als an Werktagen. Die Belastung ist in der Nähe von Sendeanlagen höher. Ausschlaggebend sind auch Leistung und Abstrahleigenschaften der Anlagen.

Die ZUDK betreibt seit 2006 eine systematische Überwachung der Elektrosmogbelastung durch hochfrequente nichtionisierende Strahlung. Nicht berücksichtigt werden Hochspannungs- und Eisenbahnleitungen, elektrische Hausinstallationen und andere Inhouse-Quellen wie Schnurlostelefone und WLAN-Netze. Zur Belastung in Gebäuden können deshalb keine Angaben gemacht werden.

sda/ks