Zentralschweiz: Anschubhilfe für Energiegenossenschaften

Mit weniger als zehn Genossenschaften, welche Energie aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen, hinkt die Innerschweiz im landesweiten Vergleich hinterher. Die Albert Koechlin Stiftung unterstützt deshalb die Gründung von in der Regel je einer Energiegenossenschaft pro Gemeinde.

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Paul Zimmermann, Präsident der Energiegenossenschaft Rigi Süd, auf dem Dach des Oberstufenschulhauses Weggis. Die Solaranlage wird von der Genossenschaft betrieben. (Bild: Pius Amrein)

Paul Zimmermann, Präsident der Energiegenossenschaft Rigi Süd, auf dem Dach des Oberstufenschulhauses Weggis. Die Solaranlage wird von der Genossenschaft betrieben. (Bild: Pius Amrein)

Um die bevorstehende Energiewende (Energiestrategie 2050) bestehen zu können, ist eine Diversifizierung der Energiegewinnung notwendig. Es ist wichtig, dass alle einen Beitrag zur Energiewende leisten, heisst es in einer Medienmitteilung der Albert Koechlin Stiftung vom Dienstag.

Eine Massnahme ist die Gründung von Energiegenossenschaften, welche erneuerbare Energie aus Wasserkraft, Sonne, Biomasse, Biogas, Wind oder Abfall gewinnen oder zur Speicherung von erneuerbaren Energieformen beitragen.

Gesamtschweizerisch bestehen bereits über 100 Energiegenossenschaften. In der Innerschweiz sind nur sieben Genossenschaften im Energiebereich aktiv. Fünf Energiegenossenschaften (Buttisholz, Brunnen, Einsiedeln, Rigi Süd Vitznau und Wauwil) betreiben oder erstellen Solaranlagen, eine Genossenschaft (Schwarzenberg) betreibt eine Holzschnitzelheizung und in Büren (NW) geht ein genossenschaftliches Kleinwasserkraftwerk ans Netz.

Aus Sicht der Albert Koechlin Stiftung ist es wichtig, dass in der Innerschweiz noch mehr Energiegenossenschaften gegründet werden. Die einzelnen Genossenschaften bilden jeweils dezentrale Keimzellen für die Weiterentwicklung der einzelnen Dörfer im Bereich «erneuerbare Energiegewinnung, Energiespeicherung». Gemeinsam kann ein Beitrag zur Versorgung der Schweiz mit erneuerbarer Energie geleistet werden.

Vision der Albert Koechlin Stiftung ist, dass in allen Gemeinden der Innerschweiz eine Energiegenossenschaft besteht.

Unterstützung durch die Albert Koechlin Stiftung Für die genossenschaftliche Erstellung von Anlagen zur Gewinnung von erneuerbaren Energien herrscht eine grosse Nachfrage. Oft stehen Initianten aber vor der Herausforderung, dass ihnen Grundlagendokumente zur Umsetzung fehlen.

Mit dem Projekt «Energiegenossenschaften» leistet die Albert Koechlin Stiftung Starthilfe mit Beratungen (Konzepte, Statuten, u.s.w.) und einem finanziellen Beitrag in der Höhe von maximal 20 Prozent der Anlagekosten (Kostendach 30‘000 Franken).

Bereits bei Projektstart konnten die Genossenschaft Erneuerbare Energie Einsiedeln und die Genossenschaft Wasserkraft Haldenweg bei der Erstellung ihrer ersten Anlage unterstützt werden.

pd/zim