ENERGIE: Zentralschweiz verdoppelt Beiträge an Gebäudehüllen-Sanierungen

Gebäude energetisch zu sanieren soll sich lohnen: Die sechs Zentralschweizer Kantone haben entschieden, den Förderbeitrag von 30 auf 60 Franken pro Quadratmeter wärmegedämmter Fläche zu verdoppeln.

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Im Bild: Baustelle des Stadtspitals Triemli, das nach dem Minergie P Stadtard gebaut wird. Isolationsmaterial verbesset Dämmeigenschaften. (Bild: Christian Beutler / NZZ)

Im Bild: Baustelle des Stadtspitals Triemli, das nach dem Minergie P Stadtard gebaut wird. Isolationsmaterial verbesset Dämmeigenschaften. (Bild: Christian Beutler / NZZ)

Insgesamt stellen die sechs Kantone 2017 gut 23 Millionen Franken zur Verfügung. Die Fördermittel werden aus der CO2-Abgabe des Bundes finanziert, die auf fossile Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas erhoben wird.

Die Verdoppelung des Beitrags machten die Erhöhung der CO2-Abgabe von 64 auf 80 Franken pro Tonne CO2 und die Neuverteilung der Globalbeiträge an die Kantone möglich, wie die Zentralschweizer Kantone am Dienstag gemeinsam mitteilten.

Das Förderprogramm löse in der Zentralschweiz Investitionen von über 100 Millionen Franken aus, schreiben sie weiter. Die Behörden rechnen damit, dass mit dem zur Verfügung gestellten Geld über 800 Gebäude saniert werden können. Gesuche müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Die Auszahlung der Fördergelder erfolgt nach Abschluss der Sanierungsarbeiten.

Mit dem Förderbeitrag wollen die sechs Kantone den Gebäudesanierungen in der Region neuen Schub verleihen. Gebäude seien in der Schweiz für rund einen drittel der CO2-Emissionen und 40 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich, heisst es weiter. (sda)

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