Entlebucher ist höchster Zentralschweizer Jodler

Fabian Niklaus (43) aus Schüpfheim ist neuer Präsident des Zentralschweizerischen Jodlerverbands. Er folgt auf Richard Huwiler (59).

Monika van de Giessen
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Der neu gewählte Präsident Fabian Niklaus (zweiter von rechts) an der Delegiertenversammlung des Zentralschweizer Jodlerverbands.

Der neu gewählte Präsident Fabian Niklaus (zweiter von rechts) an der Delegiertenversammlung des Zentralschweizer Jodlerverbands.

Bild: Nadia Schärli, Baar, 26. Januar 2020

Baar stand am Samstag ganz im Zeichen des Jodelgesangs. 791 Jodlerfreunde, darunter 593 stimmberechtigte Delegierte aus den Sparten Jodelgesang, Fahnenschwingen und Alphornblasen, trafen sich in der Waldmannhalle zur Delegiertenversammlung des Zentralschweizerischen Jodlerverbands (ZSJV).

Traktandiert war unter anderem auch die Wahl eines neuen Verbandspräsidenten. Richard Huwiler (59) aus Ruswil, der dem Verband während neun Jahren als Präsident vorstand, wird von Fabian Niklaus (43) aus Schüpfheim abgelöst. «Es war und wird immer wichtig sein, dass der Vorstand die Mitgliederaufträge, Wünsche und Ideen so umsetzt, dass es möglichst für alle stimmt», sagte der scheidende Präsident.

Richard Huwiler, der «Joliduli-Grosspapa»

Vizepräsidentin Erika Zanini-Brun hielt eine launige Laudatio. So erfuhren die Delegierten, dass Huwiler ein begeisterter Koch ist und dass dieser, während er in der Küche steht, jeweils neue Lieder einstudiere. Die Partituren dazu klebe er an den Küchenschrank, schaue Texte und Noten an und singe aus voller Kehle. Überhaupt, der Richi singe immer. Da erstaunt nicht, dass seine Enkelkinder ihn den «Joliduli-Grosspapi» nennen. Standing Ovations gab’s, als Richard Huwiler zum Ehrenmitglied des ZSJV gewählt wurde. Dem bisherigen Vorstandsmitglied Josef (Sebi) Schatt aus Unterägeri wurde ebenfalls die Ehrenmitgliedschaft zugesprochen. Felix Inglin aus Goldau erhielt die Freimitgliedschaft des ZSJV. Neu in den Vorstand gewählt wurde Alfons Birbaum aus Baar. Neue Revisorin ist Nicole Ochsner aus Unterägeri.

Seinem Nachfolger Fabian Niklaus übergab Huwiler symbolisch ein Steuerrad und einen Kompass, damit dieser immer auf dem richtigen Weg bleibe und etwaige Abweichungen frühzeitig erkennen möge. Der Entlebucher, der einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt wurde, sieht seinem Amt mit viel Freude entgegen: «Ich gehe das Amt unbelastet, aber mit dem nötigen Respekt an, mit dem Wissen, dass ich in dieser Funktion auf viel Unterstützung meiner Vorstandskolleginnen und -kollegen zählen darf. Wir dürfen fordern, aber nicht überfordern», so Niklaus.

«Traditionell, überraschend, vielseitig», so heisst das Motto des 32. Eidgenössischen Jodlerfestes, das 2023 in Zug stattfinden soll. Michel Schmid, Präsident des Trägervereins: «Die Messlatte ist hoch. Wir wollen das ESAF nicht kopieren, vielmehr wollen wir Emotionen wecken.» Die definitive Vergabe für Zug erfolgt am 14. März an der Delegiertenversammlung des Eidgenössischen Jodlerverbandes in Münsingen.