EPIDEMIE: Grippe-Rekord in Zentralschweiz

So heftig war die Grippewelle in der Zentralschweiz seit 2009 nicht mehr. Die Spitäler stossen an ihre Grenzen.

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Wer grippekrank ist, bleibt bis zum Abklingen der Symptome laut Ärzten am besten zu Hause. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Wer grippekrank ist, bleibt bis zum Abklingen der Symptome laut Ärzten am besten zu Hause. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

io. Die Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit lassen aufhorchen: In der vergangenen Woche wurden aus den Zentralschweizer Kantonen 437 Grippeverdachtsfälle pro 100'000 Einwohner gemeldet. Das ist nicht nur der bisherige Höchststand der aktuellen Grippe-saison, sondern auch deutlich über der bisherigen Höchstmarke aus dem Winter 2008/09. Damals wurden in der selben Woche 383 Verdachtsfälle gemeldet. 2009 sprach man von einer weltweiten Pandemie.

Spitäler helfen sich aus

«Es ist die Kombination aus schweren Grippeerkrankungen, Schneesportunfällen und längerfristig geplanten Eingriffen, die zu einer sehr hohen Auslastung der Spitalbetten führt», sagt Urs Baumberger, Spitalleiter des Kantonsspitals Nidwalden. Ähnlich verhält es sich auch bei den Luzerner Spitälern, wo es vereinzelt schon zu Überweisungen gekommen ist. «Es ist üblich, dass sich die Kliniken und Spitäler in den Wintermonaten bei Bedarf aushelfen», sagt Marco Gugolz von der Hirslanden-Klinik St. Anna.

Verlauf schwer abschätzbar

Ob die absolute Spitze der diesjährigen Grippewelle erreicht ist, kann nicht bestätigt werden. Laut dem Bundesamt für Gesundheit befinden sich die aktuellen Grippezahlen schweizweit immer noch im Steigen. Wie sie sich in der laufenden Woche entwickeln, könne derzeit kaum abgeschätzt werden. Vorsichtig optimistisch ist Marco Rossi, Leitender Arzt Infektiologie am Luzerner Kantonsspital: «Ich rechne mit einer Beruhigung in den nächsten ein bis zwei Wochen.

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