Erfolgreiche Testfahrt für Heftidis Greece I

Rund 100 Schlitten- und Bobfahrer – darunter 80 Kinder – kämpften im Eiskanal durchs Unterdorf erstmals um den Titel

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Mitglieder der Fasnachtsgesellschaft Chalberschwanz auf dem Schlitten Greece I mit einem Rumpler in der Holzgang-Kurve. (Bild: Monika van de Giessen / Neue SZ)

Mitglieder der Fasnachtsgesellschaft Chalberschwanz auf dem Schlitten Greece I mit einem Rumpler in der Holzgang-Kurve. (Bild: Monika van de Giessen / Neue SZ)

«Sunny-», «Horseshoe-» und «Snake Corner» – für viele Bob- und Schlittelfreunde der Inbegriff für Geschwindigkeit, Emotionen und Nervenkitzel. Nicht nur St. Moritz, auch Küssnacht hatte am Samstagnachmittag während einiger Stunden seinen Bob- und Schlittelrun. Und wie im Engadin, bei eisigen Minustemperaturen, wurde im Rigidorf die Bahn für diesen Event neu aufgebaut, die «Kurven ausnivelliert», mit Wasser behandelt und mit Schaufeln ausgebessert. Dazu wurden zirka 20 Kubik Schnee und Eis von der Küssnachter Eisbahn herbeigekarrt. Der Start zum «schnellschte Chüssnachter» auf der eigens für diesen Anlass für Autos gesperrten Unterdorfstrasse erfolgte im «Starthaus Adler». Vorbei am Engel-, Kaufmann-, Raini-, Sidler-, Rössli- und Hirschen-Corner gings rasant, meistens mit Unterstützung eines kräftigen Anschiebers, jedoch ohne Bremser, zum Ziel beim Pfrundhaus.

Fasnachtsvorstand auf Abwegen

Die Ersten, die sich auf der rund 100 Meter langen Schlittelbahn in die «Tiefe stürzten», war der Vorstand der Fasnachtsgesellschaft Chalberschwanz mit dem Bob «Beat Heftidis Greece I». An den Seilen Stefan Christen, der auf der Höhe des Apotheken-Corners kurz von der Bahn abkam und kippte. Kräftige Bahnarbeiter und Cheftrainer Rainer Lüthold halfen ihm wieder auf die richtige Spur. Verletzt wurde bei diesem Zwischenfall niemand. Die absolut Schnellste des Tages war Anna Stadler (11 Jahre). Dieser gelang mit 12 Sekunden Fahrzeit ein absolutes Spitzenresultat, gefolgt von Andrin Grüter (16,5) und Linus Hess (18,6). Rund 300 Personen wohnten diesem Spektakel bei, das erstmals in dieser Form durchgeführt wurde.

Höchstleistungen erzielt

Möglich gemacht hat diese Premiere Daniel Windlin vom Gasthaus Adler. Unterstützung erhielt er vom Vorstand der Fasnachtsgesellschaft Chalberschwanz, den Anwohnern sowie den Wirts- und Geschäftsleuten des Küssnachter Unterdorfs. «Das Schöne am Ganzen ist, dass alle zusammenspannten», freute sich Windlin, der als Start- und Zielspeaker die Teilnehmer immer wieder zu Höchstleistungen anspornte. «Unser Ziel ist, das Schlittenrennen zu einem festen Bestandteil der Küssnachter Fasnacht zu machen. Wir wollen den Leuten im Dorf auch am Samstagnachmittag etwas bieten, bevor dann am Abend die Chalbernacht über die Bühne geht.» Kurz: ein rundum gelungener Anlass für Gross und Klein, der geradezu nach einer Fortsetzung schreit.

Monika van de Giessen