Erziehungsrat will Klassenlehrer entlasten

Weniger Lektionen und kleinere Klassen: Der Schwyzer Erziehungsrat will die Anstellungsbedingungen für Lehrpersonen attraktiver machen. Er beantragt dem Regierungsrat, die entsprechende Verordnung und das entsprechende Reglement anzupassen.

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Der Kanton Schwyz will mit verschiedenen Massnahmen den Lehrerberuf attraktiver machen. (Symbolbild / Neue SZ)

Der Kanton Schwyz will mit verschiedenen Massnahmen den Lehrerberuf attraktiver machen. (Symbolbild / Neue SZ)

Mit Bedauern habe er zur Kenntnis genommen, dass der Kantonsrat den vom Regierungsrat vorgeschlagenen Massnahmen im Bereich der Personal- und Besoldungsverordnung für Lehrkräfte an der Volksschule nicht gefolgt sei, teile der Schwyzer Erziehungsrat am Donnerstag mit. Damit sei eine Chance verpasst worden, den Lehrerberuf attraktiver zu machen.

Das von der Regierung vorgeschlagene Gesamtpaket soll die Wettbewerbsfähigkeit der Anstellungsbedingungen für Lehrpersonen an den Schwyzer Volksschulen sicherstellen. Für einige Massnahmen ist der Kantonsrat zuständig, für andere der Erziehungs- respektive der Regierungsrat.

Nur noch 28 Lektionen pro Woche

In der März-Session hatte der Kantonsrat unter anderem die Erhöhung der Löhne der Primar- und Sekundarschullehrer um drei Prozent abgelehnt und die Kündigungsbestimmungen verschärft. Nun legt der Erziehungsrat Wert darauf, dass zumindest die in der Vernehmlassung weitgehend unbestrittenen Massnahmen umgesetzt werden. Konkret unterstützt er die Reduktion der Lektionenzahl für Klassenlehrpersonen der Primar- und Sekundarstufe I von aktuell 29 auf 28.

Auch will der Erziehungsrat die Klassengrösse verkleinern. Die Richtzahlen sollen von heute 25 auf neu 22 und bei der Realschule, bzw. Stammklasse B auf 18 Schüler reduziert werden. Weiter möchte der Regierungsrat, dass den Lehrern im Bereich der Integrativen Förderung bei einem Vollpensum mindestens eine und maximal zwei Lektionen an Besprechungsaufwand angerechnet werden können.

sda