EUTHAL: Ein Felspfeiler bedroht die Strasse

Nach der Begehung vom Montagmorgen steht fest: Die Strasse zwischen Euthal und Willerzell bleibt für den Durchgangsverkehr gesperrt.

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Daniel Bollinger, Leiter Fachbereich für Naturgefahren, am Fusse des lockeren Felspfeilers, der allenfalls weggesprengt werden muss. (Bild Alois Kälin/Neue SZ)

Daniel Bollinger, Leiter Fachbereich für Naturgefahren, am Fusse des lockeren Felspfeilers, der allenfalls weggesprengt werden muss. (Bild Alois Kälin/Neue SZ)

Am vergangenen Samstagmorgen sichtete eine Patrouille der Kantonspolizei Schwyz Steine auf der Fahrbahn zwischen der Militärbaracke und dem seit rund 30 Jahren stillgelegten Steinbruch Mettler. Der gefährdete Abschnitt wurde durch den Strassenmeister des Bezirks Einsiedeln, Paul Zehnder, mit Gittern und Fahrverbotssignalen abgesperrt.

150 Kubikmeter Fels könnten abstürzen
Ein erster Augenschein noch am Samstagmorgen durch Kreisförster Stefan Lienert ergab, dass nebst den rund drei Kubikmetern Stein und Geröll, welche auf oder über die Strasse gestürzt waren, noch weitere rund sieben Kubikmeter lose im Wald liegen. Wie Daniel Bollinger, Fachbereichsleiter Geologie beim kantonalen Umweltdepartement feststellte, muss dieses gesichert, beziehungsweise gesprengt werden.

Es bestätigte sich zudem, dass sich noch eine Felssäule mit zirka 150 Kubikmetern Volumen und einer Höhe von gut zehn Metern bedenklich vom Muttergestein gelöst hat. Vom Oberteil dieses Turmes stammt ein grosser Teil der abgestürzten Steine, die für den Steinschlag auf die Uferstrasse gesorgt hatten.

Steinschlagnetze entlang der gefährdeten Strecke
Bis die Felsreinigung und die notwendigsten Sicherungsmassnahmen erfolgt sind, muss die Strasse voraussichtlich für zwei Wochen gesperrt bleiben. Falls der Felsturm gesprengt werden muss, kann das zu zusätzlichen Sperrungen des Verkehrs führen.

Für die Zukunft sieht der Geologe Daniel Bollinger, wie auch der für den Tiefbau im Bezirk Einsiedeln verantwortliche Jürg Bosshard, Steinschlagnetze auf der rund 200 Meter langen gefährdeten Strecke vor. Für diese Massnahme muss mit Kosten von rund 200'000 Franken gerechnet werden.

Alois Kälin 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.