Fachhochschulen ab 2013 unter einem Dach

Ab 2013 werden die fünf Departemente der Zentralschweizer Fachhochschulen nicht mehr von Luzern und von Stiftungen getragen, sondern von allen Kantonen gemeinsam. Das Ziel: Hochschulen sollen kohärenter geführt werden.

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Eingang der Hochschule Luzern - Wirtschaft. (Bild: PD)

Eingang der Hochschule Luzern - Wirtschaft. (Bild: PD)

Heute stehen die Departemente Technik & Architektur, Design & Kunst sowie Wirtschaft in der Trägerschaft des Kantons Luzern. Die Departemente Musik und Soziale Arbeit werden von Stiftungen getragen. Die Direktion wiederum ist eine Konkordatsinstitution der sechs Zentralschweizer Kantone.

Die Zentralschweizer Kantone waren sich einig: Dieses Konstrukt ist zu kompliziert. Deshalb stimmten sie der neuen Zentralschweizer Fachhochschule-Vereinbarung des Konkordatsrats deutlich zu. Somit wird ab 2013 die gesamte Fachhochschule neu unter einem Dach geführt. Die Kantone Luzern, Zug, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden bilden die Trägerschaft.

Die Umstrukturierung erlaube eine zielgerichtete, kohärente Führung der Departemente, teilte der Konkordatsrats der Fachhochschule Zentralschweiz am Donnerstag mit. Damit seien die komplexen Strukturen beseitigt, welche die Hochschule Luzern in ihrer Entwicklung beeinträchtigt hätten, wird Luzerns Bildungsdirektor Reto Wyss zitiert. Auch Zuständigkeiten seien nun klar geregelt.

Luzern muss mehr bezahlen

Mit der Neuorganisation wurde auch das Finanzierungskonzept überarbeitet. Die Mitglieder des Konkordatsrats haben sich auf eine Abgeltung von 6 Prozent des Jahresumsatzes für die Standortkantone geeinigt.

Diese Regelung betrifft insbesondere den Kanton Luzern, der ausser dem Institut für Finanzdienstleistungen in Zug sämtliche Schulen beherbergt. Für den Kanton Luzern bedeutete dies einen zusätzlichen Aufwand von rund 1,4 Mio. Franken.

sda