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FAHRENDE: Kanton Schwyz bittet Bauern um Standplätze für Fahrende

Im Kanton Schwyz rufen die Behörden Bauern dazu auf, Fahrenden Plätze für Spontanhalte anzubieten. Der Kanton will ein Verzeichnis mit möglichen Standorten erstellen. Bislang gibt es im Kanton nur einen offiziellen Durchgangsplatz, nämlich in Schindellegi.
Fahrende mit ihren Wohnwagen auf der Wiese eines Bauern. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue ZZ)

Fahrende mit ihren Wohnwagen auf der Wiese eines Bauern. (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue ZZ)

In mehreren Kantonen wie Bern, Luzern, St. Gallen und Neuenburg hatten Fahrende jüngst mit Protestaktionen auf ihr Anliegen für mehr Stand und Durchgangsplätze aufmerksam gemacht. Der Kanton Schwyz will nun ein Verzeichnis mit möglichen Mietplätzen für vorübergehende Halte erstellen und der Interessengemeinschaft des fahrenden Volkes zur Verfügung stellen.

Noch immer seien offizielle Plätze in ungenügender Anzahl vorhanden, heisst es in einem am Donnerstag publizierten Merkblatt des Kantons Schwyz und der Schweizer Radgenossenschaft der Landstrasse. Da stellten Spontanhalte während der Sommermonaten für drei bis vier Wochen für viele Fahrende eine lebensnotwendige Alternative dar.

Im Kanton Schwyz gibt es bislang nur einen offiziellen Durchgangsplatz. Dieser befindet sich in Schindellegi an der Ratenstrasse. Daneben stellen laut Mitteilung einige Private Fahrenden ihre Grundstücke wochenweise zur Verfügung.

In Schwyz können mit Einwilligung der Grundstückbesitzer die Gemeinde Fahrenden das Aufstellen von Wohnwagen und deren Benützung ausserhalb von Campingplätzen an geeigneten Standorten gestatten. Zu welchen Konditionen und wie lange die Plätze vermietet werden, bestimmen die Eigentümer.

Die Grösse eines Platzes für Spontanhalte sollte laut Merkblatt mindestens tausend Quadratmeter umfassen. Damit bietet er Platz für fünf bis zehn Fahrzeuge. Trinkwasser sollte in der Nähe vorhanden sein. Geeignet seien vor allem Kiesplätze und frisch geschnittenes Wiesland.

Die Gemeinschaft der Fahrenden in der Schweiz zählt heute schätzungsweise 30'000 Personen. Davon pflegen noch rund 3000 Fahrende eine nomadische Lebensweise. Im Kanton Schwyz sind überdurchschnittlich viele von ihnen heimatberechtigt. (sda)

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