Fall Luchs: Polizisten erneut vor Gericht

Der Freispruch für die zwei Einsatzleiter der Sondereinheit Luchs wird von den Opfer-Anwälten nicht akzeptiert. Jetzt muss das Schwyzer Kantonsgericht den Fall neu aufrollen.

Drucken
Teilen
19. Januar 2012: Die zwei Einsatzleiter der Sondereinheit Luchs (rechts und links) vor dem Schwyzer Strafgericht. In der Mitte ihre Anwälte. (Bild: Zeichnung Aleksandra Mladenovic/Neue LZ)

19. Januar 2012: Die zwei Einsatzleiter der Sondereinheit Luchs (rechts und links) vor dem Schwyzer Strafgericht. In der Mitte ihre Anwälte. (Bild: Zeichnung Aleksandra Mladenovic/Neue LZ)

Das Schwyzer Strafgericht sprach die zwei Einsatzleiter der Luzerner Polizei-Sondereinheit Luchs in allen Punkten frei. Begründung: Ihr Handeln sei «rechtmässig» gewesen. Das Urteil ist aber nach wie vor nicht rechtskräftig. Zwar macht die Klage führende Schwyzer Oberstaatsanwaltschaft ihre vorsorglich angemeldete Berufung nun doch nicht geltend, wie die Luzerner Polizei auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt, sich dazu aber aufgrund des laufenden Verfahrens nicht weiter äussern möchte. Aber: Die Anwälte der zwei Luchs-Opfer haben nach Studium des seit 23. März vorliegenden schriftlichen Urteils ihren Rekurs fristgerecht eingereicht. Das heisst: Der Fall Luchs geht vor Gericht in eine zweite Runde. Nächste Instanz ist das Schwyzer Kantonsgericht.

Bruno Schelbert, Anwalt des jüngeren der beiden Luchs-Opfer, sagt auf Anfrage zur Anfechtung des Luchs-Urteils: «Es gibt Begründungen der Gerichte, die ich nachvollziehen kann, da diese sachlich und gut hergeleitet sind. Es gibt aber auch andere Urteile. Die beiden schriftlichen Luchs-Urteile fallen in die zweite Kategorie.» Schelbert missfällt die «falsche rechtliche Würdigung». Zudem seien «Sachverhalte falsch dargestellt», etwa der zeitliche Ablauf des Polizeieinsatzes. Andere Punkte seien «unvollständig erfasst», und dies mache weitere Abklärungen «unabdingbar».

Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.