FALL LUCIE: Auch Bundesrat bestürzt über Tötungsdelikt

Auch der Bundesrat hat sich bestürzt über das Tötungsdelikt an der 16-jährigen Lucie gezeigt. «Jede neue Tat, die hätte verhindern werden können, ist eine zuviel», sagte Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf.

Drucken
Teilen
Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf. (Bild EQ)

Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf. (Bild EQ)

Es gebe aber keine rechtsstaatlich vertretbaren Massnahmen, welche einen hundertprozentigen Schutz vor rückfälligen Tätern garantieren könnten, sagte sie am Montag in der Fragestunde des Nationalrates. Zurzeit sei es noch zu früh, konkrete Schlussfolgerungen zu ziehen. Weitere Untersuchungen würden zeigen, ob im Fall Lucie Fehler passiert seien, und ob gesetzgeberischer Handlungsbedarf bestehe.

Die Bundesrätin wies den Vorwurf von Nationalrat Christian Miesch (SVP/BL) zurück, wonach bei Wiederholungstätern die Rechtsprechung in der Schweiz immer noch zu Gunsten der Täter ausfalle, vor allem, wenn diese verhältnismässig jung seien. Aus dem Fall Lucie lasse sich nicht generell folgern, dass immer zu Gunsten von jungen Tätern entschieden werde, sagte Widmer-Schlumpf.

ap