FALL LUCIE: Pflichtverteidiger zu finden war schwierig

Seit dieser Woche hat der mutmassliche Mörder des 16-Jährigen Au-pair-Mädchens Lucie Trezzini einen Pflichtverteidiger. Es handelt sich um jemanden aus dem Freiamt.

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Die Suche nach einem Anwalt sei allerdings sehr schwierig gewesen, sagt der Badener Bezirksamtmann Stefan Kalt im «SonntagsBlick»: «Mehrere Anwälte, die ich anfragte, lehnten dankend ab», sagt Kalt. Widerstrebend angenommen hat Hofmanns Verteidigung schliesslich ein Fürsprecher aus dem Freiamt. Er habe das Mandat nur angenommen, weil Hofmann geständig sei, sagt sein Anwalt zu «SonntagsBlick». Im Moment will der in der CVP und in der Lokalpolitik aktive Anwalt noch nicht öffentlich mit seinem Namen auftreten, wie die Zeitung «Sonntag» berichtet. Denn er befürchte, dass viele Bürger kein Verständnis dafür haben, dass Daniel H. überhaupt durch einen Anwalt vertreten wird.

Der mutmassliche Mörder von Lucie (16), befindet sich nicht mehr in einer psychiatrischen Anstalt an einem unbekannten Ort: Er ist Kalt zufolge vergangene Woche ins Untersuchungsgefängnis nach Aarau verlegt worden, trotz Suizidgefahr. «Suizid kann nie ganz ausgeschlossen werden, aber ich habe von den zuständigen Psychiatern das Okay für die Verlegung erhalten», sagte er zu «Sonntag». In Aarau sei der 25-Jährige erneut befragt worden. Kalt: «Es geht auch darum, die Detailfragen zu klären, unter anderem, wie er bei der Tat vorgegangen ist.» Der Untersuchungsrichter betont, Daniel H. sei nach wie vor geständig.

scd