FAMILIENPOLITIK: Schwyz will höhere Familienzulagen zahlen

Im Kanton Schwyz sollen Familien ab 2015 höhere Zulagen erhalten, als der Bund als Minimum vorschreibt. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, die Kinder- und Ausbildungszulage um je 10 Franken auf 210 Franken respektive 260 Franken monatlich anzuheben.

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Trotz der höheren Zulagen sollen die Beiträge der Arbeitgeber und der Selbständigerwerbenden an die Familienausgleichskasse gesenkt werden. Der Regierungsrat beantragt dem Parlament, den Beitragssatz von 1,6 auf 1,5 Prozent zu senken, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte.

Die Staatskanzlei begründet die Senkung damit, dass die Schwankungsreserve grösser als die Hälfte jener Summe sei, die jährlich an Kinder- und Ausbildungszulagen ausbezahlt würden. Die Schwelle von 50 Prozent einer Jahresausgabe sei im Gesetz vorgesehen.

Schwyz zahlt heute den Familien Zulagen, die den bundesrechtlichen Minimalansätzen entsprachen, für Kinder monatlich 200 Franken, für Jugendliche in Ausbildung 250 Franken. Die Kombination einer Beitragssenkung mit einer Erhöhung der Zulagen sei eine ausgewogene Massnahme, die wirtschaftspolitischen und familienpolitischen Anliegen Rechnung trage, schreibt die Staatskanzlei.

Die Anpassungen, die das Kantonsparlament voraussichtlich im Herbst beraten wird, sind nach Angaben der Staatskanzlei nachhaltig. Modellrechnungen zeigten, dass so über mehrere Jahre finanzielle Stabilität erreicht werden könne, heisst es in der Mitteilung. (sda)