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FASNACHT: Wildschweinjagd nach Sinser Art

Unter den schmissigen Takten der örtlichen und benachbarten Guggenmusigen bot der Kifasi-Umzug in Sins am Montag Nachmittag den zahlreichen Zuschauern nebst Tonnen von Süssigkeiten viel Schönes und Witziges.
Cornelia Bisch
Eine Gruppe frecher Straussen pikst die Zuschauer an den Strassenrändern mit ihren Schnäbeln. (Bild: Cornelia Bisch (Sins, 12. Februar 2018))

Eine Gruppe frecher Straussen pikst die Zuschauer an den Strassenrändern mit ihren Schnäbeln. (Bild: Cornelia Bisch (Sins, 12. Februar 2018))

Auf zwei Dinge ist beim Sinser Kifasi-Umzug stets Verlass: Petrus und die Villiger Brothers aus Reussegg. Während der eine meist die Sonne scheinen lässt, zeigen die anderen jedes Jahr einen zielsicher inszenierten, ortspolitischen Knüller in mehreren, aufwendig gestalteten Teilen.

Diesmal war die kürzliche Wildschweinsichtung im Freiamt das Thema. Es wurde nicht nur ein bemannter, schwindelerregend hoher Jägerstand mitgeführt, sondern auch ein veritabler Wald samt lebenden Wildsäuli, die sich ein übers andere Mal mit einer Konfettiflinte abschiessen und über dem Feuer braten liessen. Kostproben der grillierten Bräten gabs fürs hungrige Publikum.

Olympia, Trump und Fruchtsalat

Daneben gabs mehrere Darbietungen zu den Olympischen Winterspielen, Helene Fischer sang herzergreifend und ein roter Teppich wurde vor Donald Trump und seiner Gattin ausgerollt. Ein origineller, etwas bananenlastiger Bio-Fruchtsalat trabte durch die Strassen nebst bunten Raben, Schafen und Wölfen. Dazwischen allerlei Fabelwesen, süsse Fliegenpilze und Muggen­stutzzwerge sowie kunstvoll hergerichtete Feuer-, Wasser-, Erd- und Luftkinder.

Besonders originell auch eine Klasse mit farbenfrohen Truthähnen, deren Wackelhälse und -köpfe die Zuschauer am Strassenrand lustig piksten. Eine grosse Truppe bunter Jasskarten lud zum Spielen ein, während voll ausstaffierte Bauarbeiter sich für den Bau der Sinser Umfahrung rüsteten. Im Anschluss an den knapp einstündigen Umzug mit 24 Nummern fand eine Kinderparty auf dem Schulhausplatz Ammannsmatt statt, wo sich sämtliche Guggenmusigen nochmals die Ehre gaben, man sich mit Speis und Trank stärken und nach Herzenslust austoben konnte.

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

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