FASNACHTSGESELLSCHAFT STEINEN: «Sarah machts» mit den Steiner Nüsslern

10 000 Franken Gewinn, TV-Präsenz und ein Besuch in Deutschland: Das Jahr 2007 hatte es in sich - und es geht spannend weiter.

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70-Jahr-Jubiläum der Fasnachtsgesellschaft Steinen: Ausserschwyzer Rölli im Steiner Restaurant Rössli. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

70-Jahr-Jubiläum der Fasnachtsgesellschaft Steinen: Ausserschwyzer Rölli im Steiner Restaurant Rössli. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Die 71. Generalversammlung der Steiner Fasnachtsgesellschaft verlief im Vergleich zu den vergangenen Jahren ruhig, friedlich und ohne heftige Diskussionen. Es wurde vor allem über vergangene und kommende Fernsehauftritte der Steiner Fasnachtsgesellschaft gesprochen, und über einen Plan, der das Maskentreiben in den Steiner Lokalen wieder beleben soll.

Erfolgreiches Jubiläumsjahr
Das Brauchtumstreffen, welches als 70-Jahr-Jubiläum galt, wurde im Februar 2007 unter dem Motto «Nüsslä, trummlä, luschtig sii» durchgeführt. Rund zehn Gruppen darunter Nüssler, Tiroler, Röllis, eine Schnitzelbankgruppe und Gäste aus Deutschland, waren im Stauffacherdorf zu Gast sein. «In den acht Steiner Restaurants tanzte man zu Live-Musik, und es waren so viele Maschgeraden unterwegs wie noch nie», sagte Narrenvater Alois Arnold beim Vortragen seines Jahresberichtes. Dank dem Jubiläum und der Kaffeestube an der Steiner Chilbi, welche man mit dem Unihockeyclub Vipers Innerschwyz durchführte, konnte ein Gewinn von rund 10 200 Franken verbucht werden. Für das kommende Jahr wurde weder ein Verlust noch ein Gewinn budgetiert. «Da die Fasnacht im 2008 sehr kurz ist, haben wir heuer keine grossen Pläne», so Kassier Markus Meyer.

«TeleTell» kommt erneut
Sogar der TV-Sender «TeleTell» hat sich im vergangenen Jahr für die Steiner Nüsslerkünste interessiert. So kam eine Kamera-Crew am Schmutzigen Donnerstag vorbei, um eine Sendung für den Regio-Talk aufzunehmen. «In Steinen hat man das Nüsseln halt doch erfunden», lachte Alois Arnold.

Auch in diesem Jahr kann man die Steiner Nüssler wieder auf «TeleTell» bestaunen. Am ersten Fasnachtstag kommt Sarah Bachmann in das Restaurant Kündig nach Steinen. Sie möchte das Nüsseln erlernen. Die ersten Nüssler-Versuche werden aufgezeichnet und in der Sendung «Sarah machts» ausgestrahlt.

Steiner Fremdgeher
Die beiden Vorstandsmitglieder Guido Schabron und Stefan Marty teilten den Anwesenden mit, dass es in diesem Jahr am Güdelmontag eine Änderung geben muss. «Immer mehr Steiner gehen am Güdelmontag ?fremd?. Wir möchten aber, dass die Einheimischen im Stauffacher Dorf bleiben und eine attraktive Fasnacht erleben können.» Aus diesem Grund gibt es für die Nüssler in diesem Jahr eine Änderung. Statt dass sich die Rott vor dem Nachtessen verabschiedet, gibt es neu eine Abendrott.

Das kam bei den Gästen im Stauffacher sehr gut an und wurde einstimmig genehmigt. «Wir möchten so die Steiner Fasnacht wieder beleben», wie Guido Schabron sagte. «Es braucht in den Lokalen wieder Live-Musik und Maschgeraden. Nur so bleiben die Steiner Fasnächtler auch im Dörfli und müssen nicht fremdgehen».

Heidi Ulrich